Profis und Schüler proben gemeinsam

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Bei der gemeinsamen Probe stehen auch anspruchsvolle Stücke französischer Komponisten auf dem Programm.
Bei der gemeinsamen Probe stehen auch anspruchsvolle Stücke französischer Komponisten auf dem Programm. (Foto: rbc)
Rosemarie Bernhardt-Clericus

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Connected“ haben 40 Schüler des Schulorchesters des Droste-Hülshoff-Gymnasiums Meersburg am Montagnachmittag mit sechs Profimusikern geprobt. In der vergangenen Woche besuchten die Schüler bereits die Probe der Südwestdeutschen Philharmonie unter ihrem Chefdirigenten Vassilis Christopoulos in Konstanz. Es war ein besonderes Kennenlernen.

Die Probenpartner der Schüler sind Profis, die zwischen zwei und 20 Jahren Mitglied der Philharmonie sind und sich durch hohe Leistungsfähigkeit und Spielfreude auszeichnen. Auch Erich Born als Klarinettist und ehemaliger Schüler des Gymnasiums unterstützt dies aus Begeisterung. Gemeinsam geprobt wurden Werke französischer Komponisten: Zwei Sätze aus der Arlésienne-Suite von Georges Bizet, der „Totentanz“ für Solo-Violine und Orchester von Camille Saint-Saens sowie die „Élegie“ für Violoncello und Orchester von Gabriel Fauré. Ein äußerst anspruchsvolles Programm.

Teamarbeit im Orchester

Danach ging es in einzelne Stimmproben. In Kürze folgen in Ochsenhausen drei intensive Konzertprobentage, die die Musiker noch mehr zusammenschweißt und als musikalische Einheit auftreten lässt. „Orchestermusiker sind Teamplayer, die bereits in jungen Jahren lernen, aufeinander zu achten und Verantwortung zu übernehmen. Dazu zählt eigenverantwortliches Proben, regelmäßiges Dabeisein bei den gemeinsamen Proben und das Ganze, weil es Spaß macht“, so Elisa Brunnenkant, die bereits seit zwölf Jahren Violine spielt und die die Solo-Violine im „Totentanz“ spielt. Auch wenn es jedem Einzelnen viel abverlangt, aber es schafft Bewusstsein im Gesamtklang. Sie genießt es, im Schulorchester bei den zwei Konzerten im Jahr mitzuwirken. Sie macht gerade Abitur und möchte nach ihrem Studium in der „Schulmusik“ als Lehrerin ihrer Begeisterung zur Musik Ausdruck verleihen.

Antonia Romer, die das Violoncello mit Hingabe spielt und das ebenso seit zwölf Jahren, genießt das große Leistungsspektrum jedes Einzelnen. Egal ob jemand erst zwei Monate im Orchester spielt oder länger, jeder unterstützt jeden.

Peter Herrbold fördert die Schüler als Abteilungsleiter im musischen Bereich gemeinsam mit dem Musiklehrer und Dirigenten Matthias Klemm bei diesem einzigartigen Projekt. Er sieht seine Aufgabe darin, allen den bestmöglichen Erfolg zu bereiten. Die Lehrer stehen im Hintergrund und schaffen tolle, musikalische Momente. Für Matthias Klemm ist es durch die Unterstützung der Profimusiker erstmals ein sogenanntes volles Orchester, weil alle Instrumente vertreten sind, so auch ein von Michael Küttenbaum gespieltes Englischhorn. Peter Herrbold übermittelt ein großes Dankeschön an die Philharmonie für diese Unterstützung, verbunden mit der Hoffnung, dass sich diese Zusammenarbeit etabliert und weiter wächst.

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