Meersburger Fähre-Parkhaus soll 2020 fertig sein

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Spatenstich des Projekts
Große Mannschaft beim Baubeginn des neuen Parkhauses in Meersburg: Bürgermeister, Gemeinderäte, Planer und Vertreter der beteiligten Unternehmen greifen am Dienstag zum Spaten. (Foto: bw)
Brigitte Walters

Nach mehr als 40 Jahren Diskussion ist es soweit: Am Dienstag ist der Baubeginn für das neue Parkhaus auf dem Fähre-Parkplatz erfolgt – inklusive offiziellen Spatenstichs.

Es sei ein wichtiger Tag für die Stadt Meersburg, stellte Bürgermeister Robert Scherer fest. Nach langer Debatte sei die Entscheidung zum Bau im vergangenen Jahr getroffen worden. Parkplätze werden in Meersburg dringend benötigt.

Die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans ist teilweise zeitgleich mit der Erstellung des Bebauungsplanes und dem Baugenehmigungsverfahren erfolgt, erklärte Scherer. Er dankte Gemeinderat und Planer, die dieses schnelle Planverfahren möglich gemacht hätten.

Parken auf acht Ebenen

„In den nächsten Wochen wird die notwendige Nagelwand zur Absicherung des Hangs erstellt“, erläuterte Bauamtsleiter Martin Bleicher die nächsten Arbeiten. Danach erfolge die Betonierung des Fundamentes, und im Januar soll bereits mit den ersten Hochbauarbeiten begonnen werden.

Zwei Treppenhäuser

Es wird ein Parkhaus auf dreieinhalb Etagen und acht Ebenen entstehen, mit etwa 370 Stellplätzen, berichtete Jörg Parschat, Niederlassungs-Leiter des Generalunternehmers Goldbeck Süd GmbH. Das Gebäude ist etwa 80 Meter lang, 33 Meter breit und 13,50 Meter hoch. Es soll an der Stelle entstehen, an der sich bislang ein Parkplatz für 108 Auto- und sechs Bussstellplätze befindet. Damit soll es künftig rund 260 Stellplätze mehr geben als bisher. Die Nutzfläche wird etwa 10 300 Quadratmeter betragen. Es sind zwei Treppenhäuser geplant, eines mit Aufzug, das zweite als Fluchtweg.

Auch die oberste Ebene ist überdacht, so dass diese auch im Winter genutzt werden kann. Das Dach wird begrünt. Die Stahlbetonteile produziert Goldbeck selber. Für Elektro-Fahrzeuge wird es mehrere Ladesäulen geben. Aufgrund von LED-Leuchten soll das Parkhaus auch in der Nacht gut sichtbar und hell sein. Geplant ist, das Parkhaus im Juni 2020 zu eröffnen, bekräftigte Parschat den kurzen Zeitplan. Die Gesamtkosten sollen bei rund 4,4 Millionen Euro liegen. 

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