Landrat und Stadtverwaltung informieren Erstwähler am DHG in Meersburg

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Setzten sich dafür ein, den Erstwählern am Droste-Hülshoff-Gymnasium die Kommunalwahl näher zu bringen (von links): Kathrin Mair
(Foto: Laura Strahl)
Laura Strahl

In weniger als zehn Tagen ist es so weit: Dann dürfen zum ersten Mal auch die 16- und 17-Jährigen ihr Kreuzchen bei der Kommunal- und Europawahl machen. Und weil das für Wahlneulinge gar nicht so einfach ist, haben Kathrin Mair von der Meersburger Stadtverwaltung und Landrat Lothar Wölfle die Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums am Freitag über das Wahlsystem informiert.

Ganz untätig waren die Schüler im Vorfeld der Veranstaltung aber nicht. Die Klassen 8 etwa haben sich während der vergangenen Wochen gemeinsam mit ihren Gemeinschaftskundelehrerinnen Karin Busse und Michaela Leis intensiv mit dem Thema Kommunalwahl beschäftigt. Ergebnis ist eine Ausstellung, die auf verschiedenen Plakaten über die Arbeit von Gemeinderat, Kreistag und Rathausverwaltung informiert.

Die Schüler der Klasse 10 wählten einen anderen Ansatz: Sie fanden durch eine Umfrage unter ihren 15- und 16-jährigen Mitschülern heraus, was denn die Erstwähler überhaupt von ihrem Wahlrecht halten. Und die Zahlen sprachen für sich: Von 40 befragten Mädchen fällten 34 ein positives Urteil. Auch bei den Jungs hielten es nur zwei für eine schlechte Idee, dass nun auch Minderjährige zur Wahl gebeten werden. „Die Mehrheit findet es eindeutig sinnvoll“, fasste Naomi Oelke, Schülerin der Klasse 11c des Aufbauzugs, die Ergebnisse zusammen.

Tatsächlich zur Wahl gehen, wollen aber trotzdem nicht alle. Von den 40 befragten Schülerinnen planen nur 28 den Gang zur Urne. Bei den Jungs sind es immerhin 28 von 38. „Es gibt so gut wie keine Ausrede, nicht zur Wahl zu gehen“, appellierte Kathrin Mair, nachdem sie den Schülern erklärt hatte, wie die Kommunalwahl funktioniert. Was sich hinter den abstrakten Begriffen „kumulieren“ und „panaschieren“ verbirgt, brachte Mair den Erstwählern mit einem unterhaltsamen Video näher. Veranschaulicht wurde das Ganze durch Stimmzettel.

Landrat Lothar Wölfle ging anschließend auf die Besonderheiten der Kreistagswahl und die Arbeit des Gremiums ein. Hierzu hatten die Erstwähler dann auch noch einige zaghafte Fragen. Wie es denn mit einer Bodensee-S-Bahn aussehe, wollte etwa ein Schüler wissen. Ein anderer interessierte sich für den Schuldenstand des Landkreises.

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