Kunsthandwerker präsentieren Zeitgemäßes und Anspruchsvolles

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Blick in die Landesausstellung zum Kunsthandwerk im Neuen Schloss Meersburg.
Blick in die Landesausstellung zum Kunsthandwerk im Neuen Schloss Meersburg. (Foto: Helmut Voith)

Die Ausstellung ist bis 18. November im Neuen Schloss in Meersburg zu sehen. Eintritt ist frei. Geöffnet täglich 9.30 bis 18 Uhr, ab 5. November Donnerstag bis Sonntag 12 bis 17 Uhr.

Zahlreiche Vertreter des Kunsthandwerks in Baden-Württemberg vom Schmuck-, Textil- oder Möbeldesigner bis zur Flechtwerkgestaltermeisterin sind am Sonntag zur Verleihung der Staatspreise Gestaltung Kunst Handwerk 2018 und zur Eröffnung der damit verbundenen Landesausstellung ins Meersburger Neue Schloss gekommen.

Seit 1953 veranstaltet das Land Baden-Württemberg, genauer das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, alle zwei Jahre den Wettbewerb um diese Staatspreise, Mitveranstalter sind der Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg und die ausrichtende Stadt, erstmals sind dieses Jahr auch die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) mit im Boot. Da die Preisverleihung und mehr noch die Landesausstellung an vielen Orten erlebbar sein sollen, finden sie an wechselnden Orten statt, diesmal – wie schon 1962 – in Meersburg.

112 Kunsthandwerker sind dabei

Beworben haben sich 112 baden-württembergische Kunsthandwerker mit 262 Arbeiten. Daraus hat eine Fachjury 70 Arbeiten von 41 Bewerbern für die Ausstellung ausgewählt, die noch bis 18. November im Neuen Schloss zu sehen ist. Aus diesem Kreis wurden die nachstehend genannten Preisträger ausgewählt: Drei erhielten von Staatssekretärin Katrin Schütz und Bürgermeister Robert Scherer den mit 4000 Euro dotierten Staatspreis, drei weitere Nominierte eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von von 500 Euro. Zugleich wurden zwei mit 1500 Euro dotierte Förderpreise für das junge Kunsthandwerk vergeben. Kammerpräsident Joachim Krimmer von der Handwerkskammer Ulm überreichte den Handwerkspreis der Handwerkskammer Ulm und Marianne Wurst, stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Kunsthandwerker Baden-Württemberg BdK, überreichte gemeinsam mit der Tochter des Stifters den Hanns-Model-Gedächtnispreis.

Mit Freuden begrüßte Michael Hörrmann die Gäste in Namen von SSG: „Was passt besser zusammen als Schlösser und Kunsthandwerk!“ Er stellte in Aussicht, dass diese erste Kooperation nur eine Etappe auf dem Weg sei: „Kunsthandwerker und SSG sollten noch enger zusammenarbeiten.“ Schließlich seien die SSG mit 60 Objekten und jährlich 3,8 Millionen Besuchern der größte Kulturerlebnisanbieter im Land – Räume genug, um Kunsthandwerk auszustellen. Staatssekretärin Katrin Schütz sah den Sinn des Wettbewerbs in der Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren und sich mit anderen zu messen, die ebenfalls in eigener Arbeit nach eigenen Entwürfen arbeiten. Höchst kreative Werkstätten seien es, die mit großer Kreativität die traditionellen handwerklichen Techniken mit neuen Ideen verbinden. Zeitgemäß und auf höchstem Niveau präsentiere sich das Kunsthandwerk, sagte Marianne Wurst vom BdK. Antje Soléau von der Jury bestätigte die Kreativität, den Innovationsgeist und die hervorragende künstlerische Gestaltung der Bewerber. Es sei ein hartes Ringen gewesen um die Staatspreise. Eine Freude für die Bodenseeregion ist es, das einer der drei Preise an den Möbeldesigner Axel Heizmann aus Sipplingen ging. Noch einmal spielte das Blechbläserensemble der Knabenmusik Meersburg, dann ging es ins Erdgeschoss in die Ausstellung.

Überwältigend ist die Vielfalt der Farben, Formen und Techniken der Handwerkskunst, ob Schmuck, Keramik, Textilobjekte, Flechtwaren oder Glasobjekte. Man sollte sich Zeit lassen, die sehr ästhetisch aufgebaute Ausstellung zu betrachten. Die meisten Objekte sind zu erwerben.

Die Ausstellung ist bis 18. November im Neuen Schloss in Meersburg zu sehen. Eintritt ist frei. Geöffnet täglich 9.30 bis 18 Uhr, ab 5. November Donnerstag bis Sonntag 12 bis 17 Uhr.

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