Künstler freuen sich über Preisgelder

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Preisträgerin Laura Haase mit einem ihrer Werke. (Foto: Julian Würzer)

Zum zweiten Mal nach 2010 wurde der Förderpreis für gegenständliche Kunst des Bodenseekreises übergeben. Fürdie Preisverleihung wurde das schöne Ambiente vom Schloss in Meersburg gewählt. Preisträger sind Laura Haase, Rainer Leyk und Timo Sacher.

„Das Kunstwerk ist das allergrößte Rätsel, aber der Mensch ist die Lösung“. Mit diesem Zitat von Joseph Beuys wurde die Preisverleihung von Landrat Lothar Wölfle eingeleitet. 40 Künstler aus den verschiedensten Regionen konnten ihre Werke in der Ausstellung „(UN-) DING! jung und gegenständlich“ dem Publikum näher bringen. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro wurde in drei Kategorien aufgeteilt, den Preis für Zeichnung und für Malerei und den Publikumspreis. Der Stifter des Geldes wolle namentlich nicht genannt werden.

Laut Heike Frommer, Leiterin der Galerie Bodenseekreis, konnte Laura Haase die Jury mit ihrem zeichnerischem Vermögen überzeugen. Denn ein Porträt in Aquarell zu fertigen, sei eine besondere Herausforderung, da kein Pinselstrich falsch gesetzt werden dürfe. Die Medizinstudentin porträtiert meist Menschen aus ihrem vertrauten Umfeld. Auch sind ihre Pinsel-Zeichnungen auf Jahre angelegt, um den Porträtierten psychologische Tiefe zu verleihen. Daher sei es nicht verwunderlich, dass Laura Haase ein Porträt ihrer Oma einreichte und sich den Preis für Zeichnung sichern konnte.

In der Kategorie Malerei konnte Rainer Leyk das Preisgeld von 2000 Euro holen. Ihm gehe es bei seinen künstlerischen Arbeiten um das Kommentieren von fotografischem Ursprungsmaterial. Deshalb seien seine Bilder titellos. Mit Ölfarben bringt der Künstler einen landschaftlichen Hintergrund auf die Leinwand, der einer Fotografie gleicht. Die Farbschicht im Vordergrund wirkt dick und gegensätzlich.

Laut dem Künstler bewegt sich seine Arbeit zwischen Ding und Unding. „Damit wird seine Malerei zum Programm für die Ausstellung“, sagt Heike Frommer. Des weiteren konnte Leyk die Jury mit seiner ausgefeilten und präzisen malerischen Technik überzeugen.

„All i want is a good home, a wife, children and some food to feed them every night“. So lautet der Titel der Arbeit von Timo Sacher, mit der er das Publikum überzeugen konnte . Er erhielt ein Preisgeld von 1000 Euro.

Auf dem Bild ist im Vordergrund ein totes Wildschwein und ein Jäger zu sehen, die umgeben von Bäumen sind. „Ein Heimatgedanke kommt auf“, sagt Heike Frommer. Das gesamte Werk ist mit Graffiti und Acrylfarbe auf Karton gebracht worden. „Damit ist er einer der wenigen der Ausstellung, die sich kritisch mit unserer Welt auseinandersetzen“, meint Heike Frommer.

Auf dem Bild ist im Vordergrund ein totes Wildschwein und ein Jäger zu sehen, die umgeben von Bäumen sind. „Ein Heimatgedanke kommt auf“, sagt Heike Frommer. Das gesamte Werk ist mit Graffiti und Acrylfarbe auf Karton gebracht worden. „Damit ist er einer der wenigen der Ausstellung, die sich kritisch mit unserer Welt auseinandersetzen“, meint Heike Frommer.

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