HeurekaLago für Klimaneutralität auf dem Bodensee

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Ein ehrgeiziges Programm hat sich der internationale Bodenseeverein „HeurekaLago“ für die nächsten Monate und Jahre auferlegt. „Ziel der vielfältigen Bemühungen ist die Klimaneutralität aller Antriebssysteme bei Motorbooten, Katamaranen und Passagierschiffen auf dem Bodensee bis in spätestens fünfzehn Jahren“, sagte der Vereinsvorsitzende Wolfram Klaar bei der jüngsten Mitgliederversammlung am 1.Oktober 2021 in der Ufergemeinde Hard bei Bregenz.

Dem Verein, der eng mit der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) mit Sitz in Konstanz zusammenarbeitet, gehören eine ganze Reihe von Ingenieuren, Hochschulprofessoren im Bereich der Mobilitätstechnologien sowie Firmen-Manager in der Solarboot-Branche an. Der gastgebende Bürgermeister der Gemeinde Hard, Martin Staudinger, kündigte bei der Versammlung an, die eigene Hafen-Infrastruktur am Seeufer in den nächsten Jahren zu modernisieren. „Und da wird dann eben die Seetankstelle ersetzt durch eine Ladesäule am Hafensteg.“

HeurekaLago will im Kontakt mit den Ufergemeinden und den Hafenmeistern rings um den See bis in zehn Jahren erreichen, dass die neue Antriebssysteme für Motor- und Segelboote am Ufer auch elektrisch geladen werden können.

Staudinger und der Friedrichshafener Kommunalpolitiker Norbert Zeller streben ergänzend in parlamentarischen Initiativen in den Landesparlamenten in Stuttgart, München und Bregenz (für Vorarlberg) an, dass die E-Mobilität auf den Wasserwegen Schritt für Schritt stärker genutzt werden kann.

„Andererseits muss die Politik an die Emissionsvorgaben für Boots- und Schiffsmotoren wie in der BSO, der Bodensee-Schifffahrtsordnung, herangehen.“ Bis jetzt hätten die Eigner von Motor- und Segelbooten wenig Anreiz, die Verbrenner-Motoren zugunsten von klimaverträglichen Antriebssystemen umzurüsten.

Es müsse alles unternommen werden, um den hohen CO2-Ausstoß der Verbrenner-Motoren auf dem Bodensee bis in zehn Jahren weiter zu verringern. Die Gesamtheit der amtlich registrierten 60 000 Motor- und Segelboote im Freizeitbereich auf dem Bodensee verursache alljährlich einen Verbrauch von bis zu 15 Millionen Liter Sprit, verbunden mit Schadstoff-Emissionen meist älterer Bootsmotoren in den „Trinkwasserspeicher“ Bodensee. Etwa gleich viel CO2-Emissionen stoße die Flotte der oft ein halbes Jahrhundert alten Autofähren und Kursschiffe auf dem See aus.

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