Gesellig eine ruhige Kugel schieben

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 Das erste Spiel auf dem neuen Boule-Platz in Stetten bereitet große Freude.
Das erste Spiel auf dem neuen Boule-Platz in Stetten bereitet große Freude. (Foto: privat)
Sonja Niederer

Der neue Bouleplatz, das Boulodrome, in Stetten wurde am vergangenen Sonntagnachmittag im Rahmen einer kleinen Feier seiner Bestimmung übergeben.

Ortsvorsteher Johannes Baur erläuterte in einer kurzen Ansprache die Entstehung und Umsetzung der Idee zu diesem Bouleplatz. Das Seniorenteam habe in einer öffentlichen Ortschaftsratsitzung den Wunsch nach einer bis dahin in Stetten unbekannten Anlage vorgebracht. Damals sei es Aufgabe des Ortschaftsrates gewesen, sich über die Realisierung des Projekts Gedanken zu machen und weitere Schritte mit dem Achstetter Bürgermeister einzuleiten. Zuerst sei als naheliegend erachtet worden, eine solche Anlage zeitnah rund um das Freizeitgelände zu errichten, sagte Baur. „Dies wurde aber nach ersten Recherchen aus Kostengründen verworfen.“

Schließlich wurde beschlossen, die durch den Kindergartenneubau frei werdende Sonnenwiese hierfür zu nutzen. Deren zentrale Lage bei der Kirche mit einer bestehenden Pergola und Schutzhütte sprachen für diesen Standort, zumal es dort sanitäre Anlagen gibt. Durch die Unterstützung des Gemeinde, tatkräftige Mithilfe von Mitgliedern des Seniorenteams, dem Ortschaftsrat und Bürgern sowie einer großzügigen Materialspende eines ortsansässigen Unternehmers und weiterer Spender ist die Anlage zu einem Bruchteil der Kosten vergleichbarer Anlagen errichtet worden.

Ortsvorsteher Johannes Baur befand die neue Boule-Anlage als sinnvolle Investition, um die ältere Generation fortan besser in das Gemeindeleben zu integrieren. „In unseren Teilorten wurden in den vergangenen Jahren viele Millionen Euro für dringende Einrichtungen für die Erziehung der jüngeren Generation in Form von Kindergärten und der Schule sinnvoll investiert“, sagte Baur, „davon allein in Stetten mehr als zwei Millionen Euro.“

Lese, höre und rede man jedoch über Senioren, dann müsse die Pflege derer an vorderster Stelle stehen. Dies wolle der Ortschaftsrat mit seiner Entscheidung ändern und habe deshalb auf dem Areal der Sonnenwiese keinen weiteren Spielplatz, sondern diese Generationenanlage forciert. „Es ist jedoch für die Funktion eines Hauses wichtig, auch für diese Anlage, dass es einen Hausherrn gibt, der nach dem Rechten schaut, alles pflegt und in Schuss hält. Hierzu zeichnet sich das Seniorenteam als Ideengeber verantwortlich.“

Schön sei an der Sportart Boule, dass jeder mitmachen könne, sagte Baur. „Könner könnten mit Anfängern spielen, Frauen mit Männern, egal ob jung oder alt – ohne dass Langeweile aufkommt.“

Günther Müller vom Organisationsteam der „Stettener Senioren“ bedankte sich für die Anlage und moderierte das erste Spiel auf der wettkampftauglichen Bahn von vier mal 15 Metern.

Die zahlreich erschienen Gäste konnten sich vor und während ihren Spielübungen kulinarisch mit Getränken und gestifteten Hefeschnitten der Senioren und Boule-Wecken der Bäckerei Rose stärken.

Das Boulodrome Stetten solle zugleich ein Ort der Begegnung für Menschen sein, die nicht ausschließlich Boule spielten, wünscht sich Johannes Baur. Auch Zuschauer, Fahrradausflügler oder sogar Wanderer seien herzlichst willkommen an diesem Boulodrome.

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