Gemeinsam zur favorisierten Trasse

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Bernd Saible (von links) mit Sandra Merk von der Hagnauer Verkehrsinitiative arbeiten künftig mit Heiko Mantzsch aus Stetten und
Bernd Saible (von links) mit Sandra Merk von der Hagnauer Verkehrsinitiative arbeiten künftig mit Heiko Mantzsch aus Stetten und Dieter Kirchhoff und Heinolf Kielkopf aus Immenstaad zusammen. (Foto: sapotnik)
Schwäbische Zeitung

Die Verkehrsinitiativen von Hagnau und Immenstaad sowie eine Bürgergruppe aus Stetten und der Winzerverein Hagnau haben eine Koalition zur B31-neu gegründet. Das Bündnis heißt „B31-neu-Bündnis pro 7.5Plus“ und soll die gemeinsamen Interessen der Gemeinden Immenstaad, Hagnau und die von mehreren Stettener Bürgern vertreten. Das Ziel die B31 nach dem Modell 7.5 auszubauen, wollen so alle gemeinsam erreichen.

„Das Thema B-31 ist kein Hagnauer Thema“, sagt Heinolf Kielkopf, zweiter Vorsitzender der Bürgerinitiative Immenstaad. „Gespräche mit dem Regierungspräsidium haben gezeigt, wenn wir uns einig sind, dann wird die Trasse kommen.“ Bisher scheitert der Baubeginn noch an der richtigen Lösung.

Bereits im Juni dieses Jahres haben einige Stettener Bürger sowie die Bürgerinitiative Immenstaad zusammengearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Bürgerinitiativen, die sich zum Ausbau der B31-neu gegründet hatten, dazu aufgerufen ihre favorisierte Trasse auf einer Karte einzuzeichnen und diese zu begründen. Diese Aufgabe hatte ihnen einen Agentur gestellt, die vom Regierungspräsidium dafür beauftragt worden ist. Bei dieser Aufgabe sprachen sich die Verkehrsinitiative Hagnau, die Bürgerinitiative Immenstaad sowie Stettener unter der Leitung von Heiko Mantszsch ab und gaben den selben Vorschlag für eine Trasse ab. Mantzsch sitzt im Bürgerforum, das den Trassenbau entwickeln darf.

Nach dieser ersten gemeinsamen Kooperation folgte dann vor wenigen Tagen die Gründung des Bündnisses. Natürlich seien sich nicht alle Mitglieder in jedem Punkt einig. Aber das sei auch gar nicht gewollt, sagt Bernd Saible, Vorsitzender der Hagnauer Verkehrsinitiative. In einigen Punkten haben die Mitglieder ihre alten Ideen aber noch einmal überarbeitet. Deshalb hat sich das Bündnis auch für das „Plus“ im Namen entschieden.

Bisher stehen der Meinung des neuen Bündnisses die, der Meersburger und Ittendorfer gegenüber. Sie favorisieren einen anderen Ausbau der B31-neu und wünschen sich einen Tunnel. Für Saible eine Lösung, die er ablehnt. Trotzdem wolle das Bündnis auch mit den Meersburgern ins Gespräch kommen. „Wir versuchen natürlich auch die Meersburger zu unterstützen, die ein enormes Verkehrsaufkommen durch die Fähre haben“, sagt Bernd Saible. Das Bündnis wolle sich flexibel zeigen. Wichtig sei allen Mitgliedern eine leistungsfähige Trasse.

Noch steht das Bündnis am Anfang. Doch schon jetzt steht für Saible und die anderen Mitglieder fest, wie es weitergehen soll. „Wir wollen unsere Positionen in der Öffentlichkeit präsentieren“, sagt Saible. Zunächst sei eine Art Zeitung geplant, mit der die Mitglieder die Bürger informieren wollen. „Aufklärung ist sehr wichtig“, sagt Saible. Nach der geplanten Inschrift möchte die Gruppe dann weiter darüber nachdenken, wie sie informieren kann, auch ohne Papier an die Haushalte zu verteilen.

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