Bettler und Edelleute treffen sich in Meersburg

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 Auf dem Mittelaltermarkt in Meersburg darf Musik nicht fehlen.
Auf dem Mittelaltermarkt in Meersburg darf Musik nicht fehlen. (Foto: Markus Braig)

„Mord auf dem See“ heißt das Stück, das extra für den Mittelaltermarkt in Meersburg einstudiert wurde. Es wird am Samstag und Sonntag jeweils um 16 Uhr gezeigt und beginnt auf der Bühne auf dem Schlossplatz. Später bewegen sich die Darsteller in einem Tross die Steigstraße hinunter zum Bodensee, wo die Lädine aus Immenstaad wartet. Auf dem historischen Lastensegelschiff wird der Bürgermeister Simon Weinzürn wegen seiner Auflehnung gegen den bischöflichen Stadtherrn zu Tode verurteilt und im See ertränkt. Während die Hauptfiguren historisch belegt sind, liegen die Vorgänge, die sich während eines Aufstands im 15. Jahrhundert in Meersburg abgespielt haben, bis heute im Dunklen. Das Stück wird dieses Jahr zum zehnten Mal aufgeführt. Laut der Meersburger Tourismus-Chefin Iris Müller wurden dieses Jahr einige neue Texte verfasst.

Der Markt findet geht am Freitag und Samstag bis 22 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene sieben, für Kinder 3,50 Euro. Ermäßigung für Gewandete, Menschen mit Behinderung und Gruppen ab zehn Personen.

Meersburg wird wieder zur perfekten Mittelalter-Kulisse für Gaukler, Künstler und Handwerker. Am kommenden Wochenende findet dort zum 13. Mal das historische Markttreiben statt. Los geht es am Freitag, 12. Oktober, um 14 Uhr. Veranstalter ist die Stadt Meersburg, die Organisation übernehmen Inge und Harald Welker aus Berg bei Ravensburg mit ihrer Agentur „Mittelalter, Mummenschanz und Völlerei“.

Der Mittelaltermarkt in der historischen Altstadt von Meersburg ist ein Publikumsmagnet. Vergangenes Jahr wurden in den drei Tagen knapp 14 000 Besucher gezählt, die auf dem Gelände zwischen Schlossplatz, Vorburggasse und Höllgasse unterwegs waren. „Obwohl das Wetter nicht einmal besonders gut war“, sagt Iris Müller, Abteilungsleiterin für Tourismus und Veranstaltungen bei der Meersburger Stadtverwaltung. Weil dieses Jahr gutes Wetter vorhergesagt ist, rechnet sie damit, dass sicher wieder 10 000 Gäste den Markt besuchen. Sie reisen teils aus ganz Deutschland an, aber auch aus den Nachbarländern Schweiz und Österreich, weiß Organisatorin Inge Welker. Richtige Mittelalter-Fans haben ein Gewand und tragen es regelmäßig. „Dafür suchen sie sich Mittelalter-Veranstaltungen aus, wo es authentisch zugeht“, erläutert sie. „Für viele Leute aus der Szene ist das historische Markttreiben in Meersburg der Abschluss der Saison.“

Feuerspucker zeigen ihr Können

Genauso wie die Besucher nehmen auch Standbetreiber und Künstler teilweise weite Wege auf sich, um beim Mittelaltermarkt in Meersburg dabei zu sein. Sie sind über das Jahr in der gesamten Bundesrepublik unterwegs, um auf Mittelaltermärkten ihre Waren anzubieten und ihr Handwerk oder ihre Künste vorzuführen. Tänzer, Gaukler und Barden mischen sich am Wochenende genauso unters Publikum wie Jongleure und Märchenerzähler. Besucher können sich von fein gekleideten Edelleuten ebenso faszinieren lassen wie vom Bettler. An den Ständen können sie den Händlern und Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, die alte Techniken anwenden. Mit dabei sind beispielsweise ein Goldschmied, ein Buchbinder und ein Tuchhändler. Wenn es dunkel wird, zeigen Feuerspucker und Schwertschlucker ihr Können.

„Dieses Jahr haben wir den Markt ein bisschen aufs Neue Schloss ausgeweitet“, sagt Iris Müller. Im Erdgeschoss und auf der Schlossterrasse werden noch einige zusätzliche Stände aufgebaut. Auch die Burg ist ins historische Markttreiben eingebunden. Dort werden Schausteller das historische Gebäude beleben. Wieder mit dabei ist auch eine Abordnung aus Meersburgs italienischer Partnerstadt San Gimignano. Die etwa 70- bis 80-köpfige Gruppe bringt Trommler, Tänzer und Fahnenschwinger mit. „Sie sind immer den ganzen Tag auf dem Platz und bereichern unseren Markt sehr“, sagt Iris Müller.

Die Organisatoren legen außerdem Wert auf das kulinarische Angebot. „Wir wollen, dass es abwechslungsreich ist“, sagt Inge Welker. Deshalb gibt es neben Fleischspießen beispielsweise auch Kartoffeln, Falafeln und Schupfnudeln. Das seien zwar Speisen, die auch auf modernen Karten stehen, doch mit den Zutaten werde seit Jahrhunderten gekocht. Klar ist, dass auf einem Mittelaltermarkt der süße Met nicht fehlen darf.

„Mord auf dem See“ heißt das Stück, das extra für den Mittelaltermarkt in Meersburg einstudiert wurde. Es wird am Samstag und Sonntag jeweils um 16 Uhr gezeigt und beginnt auf der Bühne auf dem Schlossplatz. Später bewegen sich die Darsteller in einem Tross die Steigstraße hinunter zum Bodensee, wo die Lädine aus Immenstaad wartet. Auf dem historischen Lastensegelschiff wird der Bürgermeister Simon Weinzürn wegen seiner Auflehnung gegen den bischöflichen Stadtherrn zu Tode verurteilt und im See ertränkt. Während die Hauptfiguren historisch belegt sind, liegen die Vorgänge, die sich während eines Aufstands im 15. Jahrhundert in Meersburg abgespielt haben, bis heute im Dunklen. Das Stück wird dieses Jahr zum zehnten Mal aufgeführt. Laut der Meersburger Tourismus-Chefin Iris Müller wurden dieses Jahr einige neue Texte verfasst.

Der Markt findet geht am Freitag und Samstag bis 22 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene sieben, für Kinder 3,50 Euro. Ermäßigung für Gewandete, Menschen mit Behinderung und Gruppen ab zehn Personen.

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