Fritz und Regina Thum pilgern auf dem Jakobsweg.
Fritz und Regina Thum pilgern auf dem Jakobsweg. (Foto: Thum)
Schwäbische Zeitung

Bei Baumhauer nehmen sich am Donnerstag, 17. Oktober, Fritz und Regina Thum Zeit für einen Diavortrag. Dabei erzählen sie von ihrer Pilgerreise auf dem Jakobsweg.

„Wer Fritz und mich kennt, der weiß, dass wir unsere Ziele meist auf Berggipfel richten. Im September 2017 haben wir aber den Rucksack samt Zelt gepackt und uns auf ein neues Abenteuer eingelassen: weitwandern und pilgern, immer westwärts der Muschel und dem gelben Pfeil folgend bis nach Santiago de Compostela und ans Cap Finisterre, dem Ende der Welt der Antike“, schreibt Regina Thum zur Idee der Reise.

„Regina trägt das Zelt und ich meine 77 Jahre“, sagte Fritz immer mit einem Grinsen. Gestartet sind die beiden zu Hause vor der Haustüre am Höchsten. Dann ging es an den Bodensee, einmal quer durch die Schweiz und Frankreich. Kurz vor der spanischen Grenze entschieden sie sich spontan für den weiteren Weg an der Nordküste Spaniens entlang. „Obwohl wir jeden Tag mehr oder weniger dasselbe machten – essen-wandern-schlafen –, so war jeder Tag ein Abenteuer“, erzählt Regina Thum. Sie wanderten durch einen nicht enden wollenden bunten Herbst, erlebten den ersten Schnee beim Überqueren des Zentralmassivs und das Erwachen des Frühlings in Spanien. Auch Hitze über 30 Grad Celsius, Regen und Stürme waren ihre Begleiter. Aber das hielt sie nicht auf. Sie wussten nie, wo sie ihr Zelt aufschlagen konnten. Deshalb klopften sie bei einem freundlich wirkenden Haus und immer fanden sie ein besonderes Plätzchen, im Vorgarten, am See, am Meer. Auch vom Stall bis hin zum französischen Herrenhaus war alles dabei und oft folgte noch eine Einladung der Gastgeber.

Nach insgesamt fünf Monaten zu Fuß, rund 2700 Kilometern und etwa 48 000 Höhenmetern ohne Gipfel kamen die beiden am Cap Finisterre an. Von dieser Reise werden die beiden am 17. Oktober ab 19 Uhr bei Baumhauer, Käthe-Paulus-Straße 1, berichten.

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