Wie der SV Weingarten die Landesligapartie gegen den SV Kehlen angeht

Lesedauer: 4 Min
 Wiedersehen in Kehlen: Weingartens Martin Bleile (hinten) und Andre Stetter vom SV Kehlen.
Wiedersehen in Kehlen: Weingartens Martin Bleile (hinten) und Andre Stetter vom SV Kehlen. (Foto: Archiv: Metz)
Christian Metz

Der SV Weingarten tritt am Freitagabend um 18.30 Uhr beim SV Kehlen an. Beide Teams haben nach einem schwachen Saisonstart Aufholbedarf. Kleiner Vorteil für die Weingartener: Die Mannschaft von Trainer Nectad Fetic war am dritten Spieltag spielfrei und kommt also nicht aus einer englischen Woche. Der Coach konnte intensiv mit seinem Team arbeiten. Das ist auch bitter nötig: Noch immer wartet der SVW in der neuen Saison auf das erste Tor in einem Pflichtspiel. 0 Punkte, 0:9 Tore aus dem Pokal- und zwei Ligaspielen – diese Bilanz liest sich ernüchternd.

Wobei insbesondere der Auftritt beim VfB Friedrichshafen am vergangenen Freitag Anlass zu Hoffnung gibt. Die Weingartener standen tief und bis auf die Anfangsphase über weite Strecken solide – verloren ging das Duell beim Vorjahreszweiten nur, weil es einmal mehr bei der Chancenverwertung hakte und Friedrichshafens Nico di Leo für seine Mannschaft den Lucky Punch landete. „Meine Mannschaft hat sich gegenüber der ersten Partie klar verbessert gezeigt“, sagt Fetic. „Laufbereitschaft und Mentalität haben gestimmt – die Jungs haben kapiert, dass sie nicht mehr in der Bezirksliga sind und dagegengehalten.“

Der SVW verkaufte sich deutlich besser gegen den Meisterschaftsmitfavoriten als vier Tage später der SV Kehlen bei dessen 3:7-Heimdebakel. Dass Nectad Fetic mit elf Spielern eine komplette Mannschaft fehlt, wird sich allerdings kurzfristig nicht ändern – im Gegenteil: „Jetzt fällt auch noch Francisco Afonso erkrankt aus.“ Aber trotzdem: „Die Jungs haben gesehen, dass sie sogar dem VfB Paroli bieten konnten – wir fahren nach Kehlen, um drei Punkte zu holen.“

Für den SV Kehlen kam’s am Dienstagabend knüppeldick: „Wenn du nach fünf Minuten 2:0 führst, das Spiel im Griff und die Chance auf das 3:0 hast, ist ein 3:7 natürlich extrem ärgerlich“, meint Trainer Bernd Reich. Die Gründe? „Sobald ein Rückschlag kommt, verlieren wir zu schnell die Ordnung.“ Für Reich war auch Pech durch die Entscheidungen des Unparteiischen im Spiel: „Der Schiedsrichter hat sich die Situation, die zum Anschlusstreffer geführt hat, auf Video angeschaut und sich dann entschuldigt – das war kein Elfmeter“, sagt Kehlens Coach. „Und das dritte Tor des VfB war Abseits.“

Immerhin: Dass seine Jungs gleich wieder ran müssen, sieht Reich nicht als Nachteil. So besteht schnell die Möglichkeit, die Scharte auszuwetzen und die hohe Niederlage im Derby vergessen zu machen. „Und Weingarten ist unsere Kragenweite.“ Vorsichtig positiv ist der Coach, was eine Rückkehr von Giovannis Paris anbelangt: „Die Chancen stehen 50:50.“

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen