Wenn Ehemalige sich erinnern

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Für Karl Radzieowski (Mitte) gibt es eine gelbe Rose von Andrea Biberger (Personalmanagement Stiftung Liebenau). Der Gärtnermeis
Für Karl Radzieowski (Mitte) gibt es eine gelbe Rose von Andrea Biberger (Personalmanagement Stiftung Liebenau). Der Gärtnermeister startete 1957 sein Arbeitsleben bei der Stiftung Liebenau und konnte damit das älteste Eintrittsdatum aller Ehemaligen vorweisen. (Foto: Stiftung Liebenau)
Schwäbische Zeitung

Wie groß die Verbundenheit der ehemaligen Mitarbeiter der Stiftung Liebenau zu ihrem einstigen Arbeitgeber ist, zeigt sich jedes Jahr beim Treffen der Ehemaligen. Mehr als 200 Ruheständler waren der Einladung der Stiftung Liebenau gefolgt und genossen die Stunden mit ihren ehemaligen Arbeitskollegen, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung Liebenau. Da wurde gemeinsam in Erinnerungen geschwelgt und die ein oder andere Anekdote zum Besten gegeben. Begonnen hatte der Nachmittag mit einem gemeinsamen Gottesdienst, gehalten von Vorstand Prälat Michael H. F. Brock in der Kirche St. Maria. Danach konnte der Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen sowie einer beeindruckenden Auswahl an Produkten aus den landwirtschaftlichen Betrieben der Stiftung fortgesetzt werden.

Soweit es die eigene Gesundheit zulässt, nimmt Bruni Nösner regelmäßig an den Ehemaligentreffen teil. In diesem Jahr hat es wieder geklappt und die Freude ist groß, als sie ihre ehemalige Kollegin Pia Burkert wiedersieht. „Ich habe schon oft darüber nachgedacht, wenn ich noch mal auf die Welt kommen würde, ob ich es wieder so machen würde. Und die Antwort lautet jedes Mal: Ja“, sagt die ehemalige Heilerziehungspflegehelferin Nösner, die ihre fast 30- jährige Tätigkeit bei der Stiftung Liebenau keine Sekunde lang bereut hat.

Auch die ehemalige Kunsttherapeutin Maria Mansmann berichtet von ihrer „ganz besonderen Beziehung zu diesem Ort“. Sie ist erst seit Kurzem im Ruhestand, und der Abschied von der Arbeit ist ihr nicht leichtgefallen. Daher freut sie sich umso mehr über die Einladung zu diesem Treffen. „Meine Arbeitsstelle bedeutet mir auch heute noch sehr viel. Es ist für mich eine sehr gute Vernetzung und Gemeinschaft daraus hervorgegangen“, sagt Maria Mansmann.

Von einer Vielfalt heimischer Anbauprodukte zeugte das Buffet, an dem sich die Gäste gerne bedienten. „Alles, was sie hier sehen, wächst bei uns“, sagte Jürgen Ardelt, Bereichsleiter Landwirtschaft und Gärtnerei, und konnte sogar mit eigenem Rot- und Weißwein aufwarten. Deutlich exotischer waren da schon die Pflanzen, die Kräuterfachfrau Hildegard Danner mitgebracht hatte und die teilweise aus Südafrika oder China stammen. Vor allem deren originelle Namen sorgten für Heiterkeit. Da gibt es die „Pflanze der 1000 Wunder“, die „Pflanze der Unsterblichkeit“ und das „Kraut des Lebens“. Ob als Mittel gegen Fersensporn oder gar als Anti-Aging-Therapie – die grünen Heilpflanzen fanden bei den Mitarbeitern reißenden Absatz. „Wenn wir die jetzt alle anwenden, sehen wir beim nächsten Mitarbeitertreffen alle zehn Jahre jünger aus“, sagte Andrea Biberger, Personalmanagement Stiftung Liebenau, und wünscht allen noch einen vergnüglichen Nachmittag.

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