Wahlkampfauftakt: CDU lädt Lins ein

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Die Kandidaten der CDU-Meckenbeuren bringen sich vor dem Wahlkampfbus von Norbert Lins (MdEP, vierter von links) in Position.
Die Kandidaten der CDU-Meckenbeuren bringen sich vor dem Wahlkampfbus von Norbert Lins (MdEP, vierter von links) in Position. (Foto: kesc)
Kerstin Schwier

Zum Auftakt ihres Kommunalwahlkampfes hat die CDU Meckenbeuren, federführend hierbei die Ortsvorsitzende Angela Stofner, am Montagabend in die „Ranch“ nach Weiler eingeladen. Neben der Vorstellung der 18 Kandidaten für den Gemeinderat war auch Norbert Lins, seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments und aktiv im Landwirtschaftsausschuss sowie im Ausschuss für Umwelt- und Gesundheitsfragen, zu Gast. Lins informierte über seine Arbeit in Brüssel und stellte das aktuelle Europawahlprogramm „Unser Europa macht stark. Für Sicherheit, Frieden und Wohlstand“ vor.

Zu den Themen, die den CDU- Kandidaten für den Meckenbeurer Gemeinderat am Herzen liegen, gehören vor allem Steigerung der Lebensqualität in ihrer Heimatgemeinde, Schaffung bezahlbaren Wohnraums und natürlich die endlose Diskussion um die Trassenführung der B 30. Dafür wollen sich unter anderem Urgesteine wie Franz Assfalg (seit 30 Jahren im Gemeinderat), Karl Gälle (seit 48 Jahren) und Josef Sauter (seit 39 Jahren) einsetzen. Assfalg outete sich dabei als „bekennender Westler“. Dennoch sagte er: „Ich werde mich nicht gegen eine Ostumfahrung stellen, aber die Umgehung muss für alle erträglich werden. Es kann nicht sein, dass zwei bis drei Ortsteile im südlichen Gemeindebereich die ganze Last aufnehmen müssen.“

Neben den erfahrenen Räten stellen sich auch einige Bewerber erstmals zur Wahl. Etwa Martina Biegger, deren Motto „Machen statt Motzen!“ lautet und die, ebenso wie Karl- Heinz Wiedemann, die Interessen Liebenaus vertreten möchte. „Etwas machen“ möchte auch Architekt Jörg Baumann. „Das Thema Bauen und Wohnen, egal ob Gewerbe oder Familie, spielt hier in Meckenbeuren eine sehr große Rolle. Ich möchte meine Fachkenntnisse in dieses Thema einbringen,“ erklärte Baumann, der bereits mehrere Projekte in der Schussengemeinde realisiert hat. Im Anschluss an die Kandidatenvorstellung stellte Europaabgeordneter Norbert Lins (EVP) die Bedeutung der Europawahl heraus. Diese sei keine zweitrangige Nebenwahl, wie es vielleicht in der Vergangenheit der Fall gewesen sei. Sein Horrorszenario wäre, „dass wir am 27. Mai morgens aufwachen mit einer antieuropäischen Mehrheit im Parlament.“

Europa werde sowohl von links- wie auch von rechtsextremistischen Strömungen bedroht. Der wirtschaftlichen Rolle Europas müsse nun endlich auch die politische folgen, erklärte der Politiker. Als die drei wesentlichsten Errungenschaften der EU nannte er die Friedensgemeinschaft (darunter die Überwindung der deutsch- französischen Erbfeindschaft nach dem zweiten Weltkrieg), die europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Wohlstandsgarantie für die Menschen der Bodenseeregion) und die Wertegemeinschaft (Religions- und Medienfreiheit, Unabhängigkeit der Gerichte und Institutionen). Beim Thema Asyl forderte er endlich ein einheitliches, europäisches Asylgesetz. „Wer offene Innengrenzen erhalten will, muss die äußeren Grenzen schützen,“ so Norbert Lins.

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