Wahlbeteiligung schnellt an der Schussen in die Höhe

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Nach der Wahl ist vor der Segnung. Auch an den Plakaten (hier in Kehlen) lässt sich ablesen – das Leben geht auch nach dem große
Nach der Wahl ist vor der Segnung. Auch an den Plakaten (hier in Kehlen) lässt sich ablesen – das Leben geht auch nach dem großen Wahlsonntag weiter. (Foto: rwe)
Schwäbische Zeitung

Den bundesweit zu beobachtenden Tendenzen bei der Europawahl schließen sich die Wähler in der Schussengemeinde an – mit starken Verlusten für CDU und SPD, den Grünen als Gewinnern und je drei Prozent Zuwächsen für AfD und FDP. Erfreulich: Die Wahlbeteiligung steigt von 47,6 auf 62,5 Prozent.

Die CDU bleibt bei der Europawahl die stärkste Kraft: 37,1 Prozent der Stimmen vereinigt sie in Meckenbeuren auf sich – was 9,8 Prozentpunkte weniger sind als 2014. Innerhalb der neun Wahlbezirke (plus Briefwahl) holt sie im Wahllokal Albrecht-Dürer-Schule mit 45,6 Prozent ihr bestes Ergebnis. Der geringste Wert stammt mit 27,7 Prozent aus Brochenzell (katholisches Gemeindehaus). Hier sind ihr denn auch die Grünen um eine Nasenspitze voraus – holen sie in St. Jakobus doch 28,5 Prozent.

Insgesamt wachsen Bündnis 90/Die Grünen um 9,6 Prozent auf 23,1 Prozent. Nur in zwei Wahlbezirken bleiben sie unter 20 Prozent – eben in der Albrecht-Dürer-Schule (19,7 Prozent) und in der Karl-Brugger-Halle in Kehlen mit 18,8 Prozent.

Die drittmeisten Stimmen entfallen auf die SPD, die herbe Verluste einfährt. Hatte sie bei der Europawahl 2014 noch 18,2 Prozent erhalten, so sind es diesmal 7,9 Prozentpunkte weniger. 10,3 Prozent stehen für sie zu Buche – mit Stärken bei den Briefwählern und im Familientreff. Jeweils 12,3 Prozent verbuchen die Sozialdemokraten dort. Hingegen sind es an der Albrecht-Dürer-Schule nurmehr 7,5 und im Kindergarten Lochbrücke 7,7 Prozent.

Von 6,4 auf 9,4 Prozent hat die AfD ihren Anteil erhöhen können – gleichsam 595 Stimmen. Prozentual am stärksten war sie im Wahllokal im Bildungszentrum mit 13,0 und im Kindergarten Lochbrücke mit 12,0 Prozent. Hingegen kam sie im Familientreff nur auf 7,6 und bei der Briefwahl sowie an der Albrecht-Dürer-Schule auf 8,0 Prozent.

War die FDP 2014 der große Verlierer gewesen (2,5 nach zuvor 13,4 Prozent anno 2009), so haben sich die Liberalen etwas erholt: 5,5 Prozent der Stimmen entfielen auf sie – mit dem Höchstwert von 7,7 Prozent in Brochenzells katholischem Gemeindehaus und dem Niedrigstwert (3,4) im Familientreff.

Was „Die Linke“ vor fünf Jahren gewonnen hatte, gab sie nun wieder ab. Von 3,0 auf 2,3 Prozent ging ihr Anteil zurück. Die Schwankungen reichten von 3,4 (Karl-Brugger-Halle Kehlen sowie Rathaus) bis 1,4 Prozent an der Albrecht-Dürer-Schule.

Bei 4,4 Prozent landeten die Freien Wähler, die 2014 auf 3,8 Prozent gekommen waren. Ihre „Hochburg“ lag mit 6,0 Prozent im Kindergarten Lochbrücke, während der niedrigste Wert mit 2,3 Prozent aus dem Rathaus stammt.

Zudem auszugsweise bei den „Sonstigen“ notiert: Piraten 0,6 Prozent – Tierschutzpartei 1,1 – ÖDP 1,2 – NPD 0,1 – Die Partei 1,5 – Volt 0,6 – Familien-Partei Deutschlands 0,4.

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