„Vonseiten der Politik können wir dieses Projekt nur fördern“

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Tauschen sich über Emma in Meckenbeuren aus (von links): Bernadette Pahn, Leon Hahn, Annette Sawade, Hans-Hermann von Essen und
Tauschen sich über Emma in Meckenbeuren aus (von links): Bernadette Pahn, Leon Hahn, Annette Sawade, Hans-Hermann von Essen und Bernd Hasenfratz. (Foto: Sar)

SPD-Bundestagskandidat Leon Hahn und Annette Sawade, Mitglied des Verkehrsausschusses im Bundestag, haben sich in Meckenbeuren über Elektromobilität und das Bürgermobil Emma informiert.

Hans-Hermann von Essen, Mitglied des Vereins Bürgermobil Meckenbeuren, berichtete bei dem Vor-Ort-Termin: „Vor drei Jahren wurde unser Verein gegründet. Mittlerweile gehören 18 ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen zum Bürgermobil.“ Von anfänglich rund 25 Fahrgästen monatlich wurde mittlerweile eine Höchstzahl von 380 Emma-Nutzern im Monat registriert. Auf Leon Hahns Nachfrage erläuterte Hans-Hermann von Essen, dass die Emma-Fahrgäste den Querschnitt der Bevölkerung darstellten. Entgegen den Erwartungen des Bundestagskandidaten werde das Elektromobil auch häufig von Schülern und Auszubildenden genutzt.

Das Bürgermobil wird von ehrenamtlichen Fahrern bedient und gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bürger können innerhalb Meckenbeurens zu einem günstigen Preis von A nach B fahren. Auch größeres Gepäck kann transportiert, muss aber bei der rechtzeitigen Anmeldung mitangegeben werden. „Als Vertreter eines bedarfsgesteuerten, fahrplanlosen Flächenverkehrs ist es uns wichtig, das Bürgermobil in Meckenbeuren zu unterstützen“, stellte bodo-Mitarbeiter Bernd Hasenfratz klar. Beispielsweise dürften Eigentümer von bodo-Zeitkarten kostenlos mit dem Bürgermobil Emma fahren.

Leon Hahn wollte auch wissen, ob das Konzept ausweitbar sei im Falle, dass dem Verein mehr Fahrer zur Verfügung stehen würden. Die Antwort von Hans-Hermann Von Essen war ein klares „Ja“. Er machte deutlich, dass es dem Verein erheblich an Mitteln fehle. Der Transport nach Friedrichshafen und Ravensburg sowie zu den hiesigen Krankenhäusern, einen Elektrokleinbus, hauptamtliche Fahrer – all’ das seien Träume und Wünsche für die Zukunft des Bürgermobils in Meckenbeuren.

„Das ist wirklich bemerkenswert. Vonseiten der Politik können wir dieses Projekt nur fördern, fordern und explizit darauf hinweisen“, zeigte sich Leon Hahn beeindruckt. Seiner Meinung nach ist es eine wichtige Verantwortung der Politiker, den Umstellungsprozess der Mobilität frühzeitig zu begleiten und zu unterstützen.

Weitere Information gibt’s unter

www.buergermobil-meckenbeuren.de

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