Verein will Hundebesitzer sensibilisieren

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Mit verschiedenen Hunden hat Sabrina Paul, die gemeinsam mit Mirka Beier den Begleithundekurs leiten wird, bereits die Begleithu
Mit verschiedenen Hunden hat Sabrina Paul, die gemeinsam mit Mirka Beier den Begleithundekurs leiten wird, bereits die Begleithundeprüfung selbst absolviert - zuletzt im vergangenen Herbst mit ihrer Schäferhündin Bala. (Foto: Anja Reichert)
Schwäbische Zeitung

Mit einem neuen Kursangebot für Hundebesitzer startet die Ortsgruppe Tettnang-Meckenbeuren des Vereins für Deutsche Schäferhunde in das Jahr 2020. Doch für den Verein steht nicht der Gewinn neuer Kursteilnehmer im Fokus, sondern vielmehr die Sensibilisierung der Hundebesitzer für die Gesellschaft und das Umfeld.

Seit mehr als 70 Jahren befasst sich die Ortsgruppe Tettnang-Meckenbeuren mit der Ausbildung von Hunden. „Das Hauptanliegen unserer Ortsgruppe liegt in der Ausbildung, Pflege und Zucht des Deutschen Schäferhundes“, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Doch trotzdem es sich bei dem Verein um einen Rassehundezuchtverein handelt, sind andere Rassen willkommen. Seit vielen Jahren ist ein weiteres Anliegen des örtlichen Vereins auch Hundebesitzern, einen richtigen und guten Umgang mit dem Hund zu vermitteln. „Nach wie vor ist es so, dass sich Menschen Hunde holen, sich aber über die Rasse, Eigenschaften und Ansprüche der Tiere vorher nicht informieren“, sagt Carmen Mutscheller, Vorsitzende der Ortsgruppe. „Uns - als Verein, der sich intensiv mit dem Thema Hund auseinandersetzt und der mit viel Freude als Hobby Hundesport ausübt - ist es wichtig, Hundebesitzer noch stärker für die Ansprüche der Hunde und auch die der Gesellschaft zu sensibilisieren. Es geht zum einen um eine artgerechte Ausbildung, zum anderen aber auch um Rücksichtnahme und Wertschätzung gegenüber dem Umfeld.“

Die Welpen- und Junghundekurse, die der Verein anbietet und die ehrenamtlich von lizenzierten Übungsleitern geleitet werden, laufen gut, die Wartelisten sind lang. Nun steht bald ein weiterer Kurs auf dem Programm: Ein „Begleithundekurs“, der in rund drei Monaten die Teilnehmer explizit auf die sogenannte Begleithundeprüfung vorbereitet. Schon bisher hat der Verein Teilnehmern mit entsprechendem Ausbildungsstand die Möglichkeit gegeben, die Begleithundeprüfung zu absolvieren. Mit dem neuen Kursangebot soll der bisherige Kursbetrieb nun vor allem neu strukturiert werden, damit die Übungsleiter noch gezielter auf den jeweiligen Ausbildungsstand der Teilnehmer eingehen können.

Es gehe nicht darum, neue Teilnehmer zu werben, so Mutscheller. Immer wieder gebe es aber Hundebesitzer, die nach dem Junghundekurs weitermachen wollen. Die Begleithundeprüfung biete da eine gute Möglichkeit dazu, dass Erlernte umzusetzen und Wissen zu vertiefen. Zudem ist diese Prüfung auch Voraussetzung für andere Prüfungen oder Ausbildungen, wie etwa auch für die Ausbildung zum Therapie- oder Rettungshund.

Die Begleithundeprüfung besteht aus einem Theorie- und Praxisteil. Der Hundebesitzer muss eine Sachkundeprüfung machen, in der es um Haltung, Pflege, Verhalten und Ausbildung des Hundes, aber auch um die Vereinsstruktur geht. Im Praxisteil werden in verschiedenen Übungen die Sozialverträglichkeit, Verkehrssicherheit, Unbefangenheit und Gehorsam geprüft. „Wir wollen nicht nur die Hunde ausbilden, sondern vor allem auch den Hundebesitzern eine Anleitung an die Hand geben, die das Miteinander von Mensch und Hund, aber auch das Miteinander mit der Gesellschaft einfacher macht“, sagt Sabrina Paul, die gemeinsam mit Mirka Beier, die Leitung des Kurses übernehmen wird. „Und dann würde es uns natürlich auch freuen, wenn die Hundebesitzer die Kurse als Möglichkeit auch dazu nutzen, den Verein, unsere Ortsgruppe und unser Hobby näher kennenzulernen“, so Mutscheller.

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