Stiftung baut in Amtzell Wohnhaus für 18 Menschen mit Behinderung

Lesedauer: 3 Min
Zum Spatenstich versammeln sich Vertreter der Stiftung Liebenau, der Gemeinde Amtzell, des Planungsbüros und des Heimbeirats.
Zum Spatenstich versammeln sich Vertreter der Stiftung Liebenau, der Gemeinde Amtzell, des Planungsbüros und des Heimbeirats. (Foto: stiftung)
Schwäbische Zeitung

Spatenstich für einen inklusiven Quartierstreff mit Arztpraxis: Die Stiftung Liebenau realisiert in Zusammenarbeit mit der Gemeinde in Amtzell ein wohnortnahes Angebot für 18 Menschen mit Behinderungen und schafft neue Begegnungsmöglichkeiten. Das Projekt kostet laut Pressemitteilung der Stiftung 2,7 Millionen Euro. Das neue Wohnhaus wird gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration, aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, der Aktion Mensch und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

„Wir bauen Straßen zueinander und Räume füreinander“, so Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, in seiner Begrüßung zum Spatenstich. Im Grüntenweg werden im Spätsommer nächsten Jahres 18 Wohnplätze für Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf entstehen. Sie werden in drei Wohnungen und zwei Einzel-Appartements leben und eine verlässliche Betreuungsstruktur erhalten, schreibt die Stiftung Liebenau. Gleichzeitig werden durch eine Arztpraxis und ein Quartierstreff auch zufällige Begegnungsmöglichkeiten geschaffen. So werden „Menschen mit Behinderungen in Amtzell selbstverständlich in der Mitte der Gesellschaft leben“, so Brock.

Das Grundstück, auf dem das dreigeschossige Wohnhaus entsteht, war begehrt. Familie Rogg aber habe das Sahnestück erst dann verkauft, als klar war, dass die Stiftung Liebenau dort ein Haus baut, das Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit bietet, in der Gemeinde zu leben, heißt es weiter. Die Familie hat selbst eine Tochter mit Behinderung, die sie in Zukunft heimatnah betreut wissen will. „Wir müssen uns jetzt keine Sorgen mehr machen, wenn wir uns selbst nicht mehr um unsere Tochter kümmern können“, so Gertrud Rogg.

In das neue Gebäude wird auch Malte List einziehen, der die Hausarztpraxis in der Gemeinde unlängst übernommen hat. In dem neuen generationsübergreifenden Quartier, entstehen neben dem inklusiven Wohnhaus, noch acht Einfamilienhäuser für Familien mit Kindern und zwei Mehrfamilienhäuser als barrierefreies Wohnen auch für ältere Menschen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen