Speedskater fahren pfeilschnell durchs Gewerbegebiet

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Freuen sich: die Sieger beim Skateday. (Foto: pr)
Christine Ehmann

Bei idealen Wetterbedingungen ist am Sonntag der Skateday im Gewerbegebiet Meckenbeuren über die Bühne gegangen. Zufrieden zeigten sich die Organisatoren vom Speedteam Bodensee mit der Qualität der Rennstrecke wie auch mit der Teilnehmerresonanz.

Nach längerer Pause war in diesem Jahr auch wieder der Löwencup in den Skateday mit eingebunden. Neben dem Spaß, den die Kinder und Jugendlichen dabei hatten, stehen im Rahmen des Löwencups – der Nachwuchsserie in Baden-Württemberg – die Talentsichtung und Suche von Kadermitgliedern im Vordergrund. 59 Kinder im Alter zwischen vier und 14 Jahren gingen an den Start und gaben ihr Bestes.

Für die Jüngsten war ein Geschicklichkeitsparcours aufgebaut, den es sowohl im Vorwärts- wie auch im Rückwärtsfahren zu meistern galt. Anschließend standen Sprint und Rundrennen auf dem Programm. Konditionell gefordert waren insbesondere die 13- bis 14-Jährigen, die in der Kadetten-Klasse sowohl beim Löwencup wie auch beim Halbmarathon an den Start durften.

Top-Fahrer am Start

Beim Halbmarathon galt es, eine Gesamtstrecke von 21,6 Kilometer zu absolvieren. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 Stundenkilometern drehten die Fahrer 18 Runden mit jeweils 1,2 Kilometern, Ziel und Start war in der Benzstraße. Über die Daimler- und Dieselstraße galt es die leichte Steigung der neuen Verbindungsstraße zu bewältigen, um anschließend wieder einzubiegen Richtung Firma Ecko und in die Dieselstraße zurück zur Benzstraße. 165 Frauen und Männer gingen am Sonntag an den Start, um sich beim Halbmarathon zu messen.

Neben der Wertung zum Baden-Württemberg Inline-Cup war der neunte Skateday auch ein Serienrennen für den Bayern-Inline-Cup, sodass die meisten der Top-Favoriten aus Süddeutschland am Start waren. Auch internationale Athleten aus Liechtenstein, Frankreich und der Schweiz waren am Sonntag angereist. Mit 72 Jahren war Norbert Kessler aus München der älteste Teilnehmer.

Die Zuschauer konnten entlang der Strecke den Rennverlauf gut beobachten – nicht weniger als 18-mal durchfuhren die Skater bis zum abschließenden Spurt Start und Ziel in der Benzstraße.

Seit zwei Jahren ist Sebastian Höninger der beste Fahrer im Speedteam Bodensee und auch beim ersten Saisonrennen im April hat er in Neu-Ulm den dritten Platz belegt. Am Sonntag ist der gebürtige Meckenbeurer als Lokalmatador an den Start gegangen, belegte dann aber nur den siebten Platz in der Hauptklasse.

Den ersten Platz beim Männer-Halbmarathon belegte der 22-jährige Jannis Chimonidis vom Racing Team aus Großbettlingen. In nur 34,45 Minuten legte er die 18 Runden mit jeweils 1200 Metern zurück. Unter zwei Minuten lag die Durchschnittszeit pro Runde, die Endrunde legte die Favoritengruppen sogar in einer Minute und 54 Sekunden zurück. Zweiter wurde Paul Manstetten vom ISC Regensburg, gefolgt von Wolfram Wied vom Skate Club Allgäu, der den dritten Platz belegte. Unter den Kadetten landete Felix Scholl vom Speedteam Bodensee auf dem ersten Platz und glänzte als bester Nachwuchs aus den eigenen Reihen.

Beim Frauenrennen überzeugte die 15-jährige Marla Speth vom Speedteam Bodensee und belegte den zweiten Platz unter den Kadetten. Siegerin des Frauenrennens wurde Melanie Bayrhof vom Skateclub Allgäu, die in 39,50 Minuten die geforderte Strecke zurücklegte. Die Plätze zwei und drei erfuhren Irene Raab vom DAV Neu-Ulm und Anna Drdlicek vom ISC Regensburg. „Das Speedskaten hat viel Ähnlichkeit mit einem Radrennen“, sagt Organisationsleiter Cornelius Droop, der am Sonntag beim Halbmarathon selbst mitgefahren ist und den zweiten Platz in seiner Altersklasse belegte. „Die Taktik, Dynamik, Windschatten- und in Mannschaften fahren sind die gleichen Merkmale“, so Droop. „Wir hoffen und glauben, dass die Sportart Speedskaten irgendwann olympisch wird“, blickt er optimistisch in die Zukunft. Beim Speedskaten handelt es sich um eine Sportart, die insbesondere Kinder und Jugendliche anspricht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass von den 120 Mitgliedern, die das Speedteam Bodensee zählt, mehr als 60 Kinder und Jugendliche sind. „Die Kinder- und Jugendförderung wird bei uns besonders groß geschrieben“, bestätigt Droop. (sz)

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