Senioren erleben eine bunte Show und gute Gespräche

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 Rausgehen und Menschen treffen – auch dafür ist der Seniorennachmittag gut.
Rausgehen und Menschen treffen – auch dafür ist der Seniorennachmittag gut. (Foto: Karin Schütrumpf)
Karin Schütrumpf

„Zu einer besinnlichen, herzerfrischenden Verschnaufpause“, hat Meckenbeurens Bürgermeisterin Elisabeth Kugel die Senioren der Gemeinde eingeladen. Sie hatte nicht zu viel versprochen.

Mehr als 350 ältere Menschen nahmen am Freitag an den festlich gedeckten Tischen in der Humpishalle in Brochenzell Platz und wurden liebevoll bewirtet. Uschi Keller-Weishaupt und Elisabeth Klein vom Seniorenteam moderierten ein buntes Showprogramm mit Livemusik, Tanz-Vorführung, lustigen Sketchen und einem stimmgewaltigen Chor.

Mit bekannten Walzer-, Polka- und Marschmelodien sorgten die „Freunde der oberschwäbischen Blasmusik“ schon beim Kaffeetrinken für gute Laune. Die „Sechs Bodenseeperlen“ zauberten mit lustigen Sketchen ein Lächeln auf fast jedes Gesicht. Auch „die Kuh Elsa“, eine urkomische Pantomime „an der Bushaltestelle“ und der Mundart-Sketch „beim Reifenhändler“ sorgten für viel Gelächter im Saal. Dass auch Singen viel Spaß machen kann, bewies der „Popchor 60 Plus/Minus“ aus Friedrichshafen unter der Leitung von Uli Vollmer. Bei „Ce sera“ und „Lollipop“ summten, sangen und schunkelten viele Besucher begeistert mit. Eine Zugabe verlangten die Senioren auch, als bei den schwungvollen Tanzeinlagen des „Rock 'n' Roll-Clubs Oberschwaben“ die Röcke der Tänzerinnen durch die Luft wirbelten. „Haben Sie die tollen Kostüme gesehen?“, fragte die Moderatorin die Zuschauer: „Da blinkte sogar einmal ein Strumpfband unterm Petticoat“. „Nein zwei“ meldete ein aufmerksamer Zuschauer. Mit den Senioren feierten in der Humpishalle Bürgermeisterin Elisabeth Kugel und die Pfarrer Josef Scherer, Manfred Fliege und Peter Steinle.

„Sie haben viel erlebt, das Leben gefeiert und bestanden“, würdigte Elisabeth Kugel die Senioren und begrüßte auch die älteste Bürgerin der Gemeinde, die 103-jährige Renate Martin, herzlich. „Wir sind reich“, findet Kugel mit Blick auf die vielen Freizeitangebote in der Gemeinde. Partnerschaften zwischen Jung und Alt weiter zu fördern, sei ihr ein Herzensanliegen. Bei Bauprojekten will Kugel ihr Augenmerk besonders auf betreutes Wohnen und preiswerten Wohnraum für Senioren legen. „Ich freue mich auf weitere Begegnungen mit älteren Mitbürgern“, betonte sie.

Pfarrer Peter Steinle erinnerte in seiner Ansprache an die Erfindung des Adventskranzes: „Jeden Tag wurde eine weitere Kerze angezündet und jeden Tag ist es etwas heller geworden. Manchen Menschen fehlt das Licht in dieser Jahreszeit.“

Ein Lichtblick ist der Seniorennachmittag auch für viele Teilnehmer. „Man trifft viele Leute, die man sonst nicht mehr so oft sieht, weil sie nur zuhause sitzen“, fasst eine Seniorin zusammen, warum sie immer wieder gern kommt.

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