Scharfer Gegenwind für B 30-Korridor Mitte

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Traktoren, Schilder, Menschen: Die Demo des Aktionsbündnisses gegen den B 30-Korridor-Mitte begleitet die Übergabe der 2260 Übe
Traktoren, Schilder, Menschen: Die Demo des Aktionsbündnisses gegen den B 30-Korridor-Mitte begleitet die Übergabe der 2260 Übe (Foto: Roland Weiß)
Schwäbische Zeitung

Rund 20 Traktoren, mehr als 60 Demonstranten und 2260 Unterschriften: Das Aktionsbündnis gegen den B 30-neu-Korridor Mitte hat am Mittwochnachmittag einen Treffer gelandet. Hin zum Rathaus führte der von der Polizei eskortierte Weg des angemeldeten Traktorkorsos, dem sich vor Ort eine große Schar an jüngeren wie älteren Gegnern der jüngsten Trasse anschlossen, die speziell in Brugg und Brochenzell (aber nicht nur dort) scharfen Widerspruch erntet. Im Rathaus überreichte Michael Wolff für das Bündnis 2260 Unterchriften an Karl Gälle, der den erkrankten Bürgermeister Andreas Schmid vertrat. Zählt der Schultes zu den Unterzeichnern, so fehlt Gälles Unterschrift, da er dies mit seiner Funktion als Mandatsträger nicht für vereinbar hält. Allerdings sah er die Unterschriftenentgegennahme als „erfreuliche Aufgabe“ an und lobte das große Engagement der Bürger, die solches innerhalb von nur fünf Wochen auf die Beine stellten.

Und auch inhaltlich hob Karl Gälle die Berührungspunkte hervor: „Wir liegen ja gar nicht auseinander“, benannte der langjährige CDU-Rat als „unser aller Ziel: die Umfahrung Meckenbeuren voranzubringen“. Zudem sicherte er zu: „Wir nehmen Ihr Anliegen ernst in Gemeinde und Gemeinderat“ sowie, dass die Unterschriften gerne ans Regierungspräsidium weitergegeben werden. Über die Stellungnahmen der Fraktionen in der Ratssitzung berichtet die SZ morgen.

Für das Aktionsbündnis hatte Michael Wolff die 2260 Unterschriften als „bemerkenswert“ hervorgehoben, da sie in nur fünf Wochen zustande gekommen seien und es von offizieller Seite keine Infoveranstaltung gegeben habe. „Nachwievor sind viele Bürger uniniformiert, das erleben wir tagtäglich“, so Wolff.

Einig sei sich das Bündnis, dass Meckenbeuren eine Umfahrung brauche, nur: „Das Aktionsbündnis ist sich ebenfalls einig, dass die neue Planvariante Korridor Mitte die schlechteste aller Varianten für die Gemeinde Meckenbeuren darstellt.“

Den Weg nach Tübingen nimmt mit den Unterschriften auch der aktuelle Stand des Positionspapiers mit 38 Argumenten, die den Korridor Mitte in Frage stellen. Freude herrschte bei Wolff und der Mitstreiterschar um Oliver Frei und Edgar Lanz, dass 14 Organisationen und Vereine diese Position teilen. Mit Dankesworten endete der Zwischenstopp im Rathaus, das viele erneut am Abend zum Anlaufpunkt hatten.

Weitere Bilder von Demo und Unterschriftenübergabe unter

www.schwaebische.de/fotos

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