Rockige Zeitreise in ferne Galaxien

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Bevor sein Stern erlischt, verteilt Opa Galaxos (sitzend, Sascha Vonbach) Geschenke an die Planeten. Für die Sonne (links, Kirun
Bevor sein Stern erlischt, verteilt Opa Galaxos (sitzend, Sascha Vonbach) Geschenke an die Planeten. Für die Sonne (links, Kiruna Caminos) gibt’s erstmal ein kühlendes Eis. (Foto: Kerstin Schwier)
Kerstin Schwier

In fremde Galaxien haben die Schüler am Donnerstag in der Brochenzeller Humpishalle entführt. Zum Abschluss der Projektwoche, die sich mit dem Thema „Sterne und Planeten“ befasst hatte, zeigten die Schüler der Eugen- Bolz Grundschule das Musical „Das Leben im All“.

Da wimmelte es von fröhlichen Sternschnuppen, denen „alles schnuppe“ war. Da sausten sämtliche Planeten des Sonnensystems froh gelaunt über die Bühne, sodass die Zuschauer in der voll besetzten Halle am liebsten gleich mitgetanzt hätten. Das lag allerdings nicht nur an der ansteckenden Spielfreude der jungen Darsteller, sondern auch an den rockigen Rhythmen, die das Orchester der Musikschule Meckenbeuren, dirigiert von Jörg Scheide, beisteuerte.

Seit März hatten die Jungen und Mädchen der Chor AG unter der Leitung von Oda Schattmann die Lieder des aus der Feder von Gerhard Meyer stammenden Kindermusicals geprobt. „All das hat uns Riesenspaß gemacht. Wir wollen euch das Ergebnis nun zeigen,“ begrüßte Schüler Niklas Dender die Zuschauer und nahm die Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunde und Bekannten der kleinen Darsteller mit auf eine spannende Zeitreise durch fremde Galaxien. „Wie kommen die Sterne an den Himmel?“ mit dieser Frage des wissbegierigen Enkels (Niklas Dender) an seinen Opa (Anton Vöhringer) beginnt der temporeiche Zeitensprung.

Der starre Blick in den Himmel katapultiert Enkel und Großvater in eine Zeit, in der im Universum noch chaotische Zustände herrschten. Wütende Planeten rasen umher, Meteoriten und Sternschnuppen jagen einander und über allem droht das gefürchtete schwarze Loch, alle zu verschlingen. „Ich bin ein Planetenfresser“, verkündet das schwarze Loch, eindrucksvoll dargestellt von Leon Ummenhofer, dann auch drohend. Als der alte Stern Opa Galaxos (Sascha Vonbach) spürt, dass sein letztes Stündlein naht und er zu erlischen droht, verteilt er Abschiedsgeschenke an die Planeten. Für die Sonne (Kiruna Caminos) gibt es ein Waffeleis gegen die Hitze, Saturn (Marie Locher) bekommt seinen Ring und Pluto (Jannika Flitz) eine Kristallkugel, mit der man in die Zukunft sehen kann. Allerdings nicht allzu lange.

Denn aus Frust, bei der Beschenkung leer ausgegangen zu sein, stiehlt das schwarze Loch die Kugel. Natürlich siegt am Ende das Gute. Die Kugel wird zurückerobert, das schwarze Loch wird wieder glücklich, und alle malen gemeinsam die Sternenbilder, die unseren Himmel bis heute erhellen. „Großer Bär- und kleiner Bär-Sterne malen ist nicht schwer,“ tönt es zum Schluss. Mit frenetischem Applaus honorierte das Publikum die beachtliche Schülerleistung. Rektor Lothar Derkorn dankte Lehrern, Helfern, Musikern und vor allem Oda Schattmann für ihre tolle Arbeit. Jede Menge Blumen und Abschiedsgeschenke gab es auch für Sabine Stoll, die nach 18 Jahren die Leitung der Schülerbetreuung abgibt. Die Schüler verabschiedeten ihre viel geliebte Betreuerin, die ihnen aber im Leseland noch erhalten bleibt, mit der eigens umgedichteten Schulhymne.

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