Räte geben grünes Licht für Verdichtung

Anstelle dieses Hauses soll ein Sechs-Familien- Haus entstehen.
Anstelle dieses Hauses soll ein Sechs-Familien- Haus entstehen. (Foto: scht)
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Fügt sich das in die Umgebung ein? Das war die Frage, die die Mitglieder des technischen Ausschusses zu einem Neubauprojekt in der Hans-Thoma-Straße zu beantworten hatten. Die zeigten sich aufgeschlossen für die Verdichtung in der Ortsmitte.

Zahlreiche Grundstücke mit Hanglage finden sich in der Hans-Thoma-Straße. Zum Sportplatz hin fällt das Gelände ab. Haus Nummer 23 ist ein klassisches Zwei-Familien-Haus, das mit seiner Giebelseite Richtung Sportplatz zeigte und im oberen Teil eines solchen Hanglage-Grundstücks erbaut wurde. Das geplante Sechs-Familienhaus soll dagegen mit seiner Längsseite Richtung Sportplatz weisen. Statt einer Doppelgarage sollen für den Neubau 10 Stellplätze in einer Tiefgarage untergebracht werden. Auf dem Tiefgaragendeckel ist eine Terrasse geplant. Die Wohnungen sollen rechts und links vom Treppenhaus in der Mitte abgehen. „Der überbaute Grund ist erheblich größer als bei den Gebäuden in der Umgebung“, stellte Elmar Skurka in seinen Erläuterungen dar. Von der Gemeinde gab es keine Beschlussempfehlung.

„Damals gab es noch Grundstücke mit viel Garten“, bemerkte Bürgermeisterin Elisabeth Kugel und wies darauf hin, dass in der Nachbarschaft des Neubaus auch schon hoch gebaut würde.

Jörg Baumann von der CDU wies fand, dass hohe Bodenrichtwerte die Gegend als „einen der besten Bereiche“ auswiesen. „Ein Einfamilienhaus mit 1000 Quadratmeter Grund kann sich keiner mehr leisten“, glaubt Baumann. Das geplante Gebäude sei allerdings „ein bisschen höher“, als das alte Haus.

Dazu konnte Skurka noch erläutern, dass das bestehende Gebäude 9,80 Meter inklusive Keller gemessen hätte. Geplant ist ein Gebäude mit 12,59 Meter Höhe, das also 2,70 Meter höher ist.

Diskutiert wurde auch, ob die neue Ausrichtung störend sei.

„Ich finde das macht gar nichts“, fand Ingrid Sauter von der SPD. Wichtig sei dass man Wohnungen schaffe – vor allem in der Ortsmitte.

Auch Karl Gälle von der CDU fand das Drehen der Firstrichtung nicht störend: „Das lässt sich vertreten“. Er räumte ein, dass die Sicht der Hinterlieger durch die höhere Bebauung gemindert werde. Er betonte aber: „Das ist eine Lage, wo Verdichtung wichtig ist.“

Bei der Abstimmung sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig für das Neubauprojekt aus. Sie befürworteten damit den Bauvorentscheid zur Hans-Thoma-Straße 23.

„Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung, das zu befürworten“, lobte Bürgermeisterin Elisabeth Kugel die Entscheidung für eine Verdichtung.

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