Pfarrer begrüßt beim Verenafest den neuen Chorleiter

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Sie lachen auch nach drei Stunden schweißtreibendem Einsatz: das „Driemtiem vom Vrenele“ um die gewählte Vorsitzende vom Kirchen
Sie lachen auch nach drei Stunden schweißtreibendem Einsatz: das „Driemtiem vom Vrenele“ um die gewählte Vorsitzende vom Kirchengemeinderat Gabriele Zehrer (fehlt im Bild). (Foto: wie)
Helga Wiechert

Die Bescheidenheit hat Pfarrer Josef Scherer beim Verenafest am Sonntag im Festgottesdienst in Kehlens Kirche zum Thema gemacht, aber auch das Leid, das wächst, wenn die Menschen nicht zusammenarbeiten und nicht füreinander da sind und allein der Hochmut der Sieger ist.

Scherer nahm sich die Heilige Verena als Beispiel, die für die Kranken und Menschen in Not da war und all die Ehrenamtlichen, die heute die Kirchengemeinden und Gemeinden bereichern. Davon gab es sehr viele an diesem Sonntag in der Verena-Kirche, unter all den Gläubigen und Gästen, die zum Feiern gekommen waren, in den Abordnungen der Vereine mit ihren Fahnenträgern, bei der Feuerwehr, dem Spielmannszug, dem Musikverein und natürlich die Kirchengemeinderäte und -rätinnen, die das schöne Fest organisierten und all die Gäste mit Speis und Trank bestens versorgten.

„Wir brauchen Menschen, die nicht nur auf sich selber schauen, sondern das Leben mit anderen freudig gestalten. Und das heute mehr denn je“, sprach Pfarrer Scherer. Er gedachte auch der vielen Soldaten und 60 Millionen Toten, die nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren ihr Leben lassen mussten – dies „auch hier bei uns in Meckenbeuren“.

„Herbeigeführt von Menschen, die sich hochmütig in den Mittelpunkt stellten und aufgebläht nur an sich selber dachten“, blickte er in diese Zeit zurück. Demut sei ein Fremdwort gewesen und auch heute wieder. Dabei bedeute Demut keineswegs, sich klein zu machen oder zu kuschen. In „Demut“ stecke Humus und Humor. Demut bedeute Erdverbundenheit, Bodenständigkeit, Wertschätzung und den Blick auf die Mitmenschen und das Miteinander zu richten.

Auch die Heilige Verena sei ein Mensch gewesen, der für andere da war, der Kranke pflegte und ihnen zu essen gab – „eine gute Namenspatronin für die Gemeinde“. So schloss Pfarrer Josef Scherer seine Predigt und lud zum Feiern ein und zum großen Geburtstagsfest in der Kirchengemeinde St. Verena.

Das begann mit diesem schönen Gottesdienst. Den neuen Chorleiter Christoph Theinert begrüßte Pfarrer Scherer ebenfalls an diesem Tag besonders herzlich, der mit seinen Sängern und Sängerinnen mit dem „Kyrie Eleison“ aus der „Missa Brevis Nr. 7 in C“ den Gottesdienst eröffnete und eine herrliche Messe sang.

Aus Brochenzell und Meckenbeuren haben Kehlens Sänger und Sängerinnen Unterstützung erhalten und von Margret Baumann an der Orgel.

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