„Nächste Fütterung“ ist am Sonntag beim Bahnhofsfest

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Die Kinder im Gruppenbild
Hochmotiviert sind die kleinen Schauspieler beim Theaterworkshop. (Foto: Karin Schütrumpf)
Karin Schütrumpf

Aufführungen von „Nächste Fütterung“ am Sonntag, 25. August, beim Bahnhofsfest um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr auf der Bühne am Hofgut Scheibitz an der Bahnhofsstraße.

„Schau mal die Bären“, sprechen die Kinder die Zuschauer an. Heute ist große Generalprobe für das Stück, das 24 kleine Nachwuchsschauspieler beim Theaterworkshop der Ferienspiele für das Bahnhofsfest einstudieren. Der amüsante Einakter spielt im Zoo, wo die Kinder auf die „Nächste Fütterung“ warten. „Stellt euch vor, die Zuschauer sind die Bären und ihr schaut ins Gehege“, erklärt Regisseurin Katrin Rueß den Kindern die Szene, die sie spielen sollen.

Schon beim ersten Lesen mit verteilten Rollen sind die Kinder eifrig dabei und mitten drin in der Handlung. Der eine zückt mit Blick aufs Gehege der Kamtschatka-Bären eine imaginäre Chipstüte, der Darsteller von „Edelbert“ kaut Marshmallows mit Barbecue-Geschmack: „Willst du mal probieren?“ Gummibärchentüten machen scheinbar die Runde und das Gespräch dreht sich um den XXL-Burger, den ein Darsteller angeblich hinter dem Gehege der Sibirischen Tiger gekauft hat. Die Kamtschatka-Bären und die Sibirischen Tiger erweisen sich schon bei der ersten Probe als rechte Zungenbrecher und werden von den beiden Betreuerinnen Katrin Rueß und Bettina (Tina) Beck-Popp nochmal extra einstudiert. Auch die „unbehandelten Bio-Apfelscheiben“, die im Stück von der Darstellerin der kleinen „Mona-Constanze“ erfolglos angepriesen werden, sorgen für einige Versprecher.

Das Verteilen der Rollen ist dagegen einfach. Kathrin Rueß hat den Text gleichmäßig auf zwölf Darsteller verteilt. „Bei uns gibt es nur Hauptdarsteller“, erklärt sie den Kindern.

Bei der zweiten Probe am Donnerstag können die Nachwuchsschauspieler ihre Texte schon auswendig. „Fleißig gelernt“, lobt Katrin Rueß, die im Hauptberuf Lehrerin ist und nicht nur den Theaterworkshop in den Ferien betreut, sondern auch jedes Jahr ein Kinderstück mit den Jugendlichen der Laienspielgruppe einstudiert.

Doch wohin mit den Händen, wenn sie jetzt doch nicht mehr für das Textbuch gebraucht werden? Kleine Hände umklammern jetzt echte Chips- und Süßigkeitstüten und reichen sie auf der Bühne herum. Doch das knistert arg. „Da müssen wir uns für die Generalprobe am Samstag und die beiden Aufführungen am Sonntag, wenn die Kinder mit Headsets und vor Zuschauern spielen, noch etwas überlegen“, weiß Kathrin Rueß schon am Donnerstag.

Die gleiche Szene immer und immer wieder zu proben, kostet die Kinder Kraft und Konzentration. Deshalb werden am Donnerstag zwischendurch die Requisiten für die Aufführung gemalt und gebastelt.

So entsteht auch das Schild von dem ein Mitspieler im Stück den Speisezettel der Kamtschatka-Bären abließt: „Aas, Nagetiere, Vögel.“ Das entlockt den kleinen Zoobesuchern unisono ein „Igitt“ und sie überlegen, wie eklig es in einer Bärenhöhle wohl aussieht, wenn dort tote Vögel und die Reste fetter Fleischbrocken herumliegen.

Zeitgleich telefoniert ein Kind im Stück mit seiner Mutter, die sich über Speisereste und stinkende Sporttaschen im Kinderzimmer beschwert. Dann erscheint der Tierpfleger mit zwei schweren Eimern. „Was da wohl drin ist?“

Zwei Aufführungen am Sonntag

Das wird bei den zwei Aufführungen des Stücks „Nächste Fütterung“ am Sonntag, 25. August, beim Bahnhofsfest um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr auf der Bühne am Hofgut Scheibitz an der Bahnhofsstraße verraten. Um 12.30 Uhr müssen alle Mitspieler da sein und sammeln Backstage-Erfahrungen: Es werden rote Backen geschminkt und ein klein wenig Lampenfieber gehört beim Theaterspielen immer dazu. Auf der Bühne bekommen die Kinder Headsets und sprechen ins Mikro. Das ist für viele auch eine neue und aufregende Erfahrung.

Aufführungen von „Nächste Fütterung“ am Sonntag, 25. August, beim Bahnhofsfest um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr auf der Bühne am Hofgut Scheibitz an der Bahnhofsstraße.

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