Musikvergnügen pur von der ersten Minute an

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„Ich hab das Fräul’n Helen baden sehn“: Das Salonorchester „Cappuccino“ beeindruckte mit Melodien der 20er-Jahre.
„Ich hab das Fräul’n Helen baden sehn“: Das Salonorchester „Cappuccino“ beeindruckte mit Melodien der 20er-Jahre.
Schwäbische Zeitung

„Man müsste Klavier spielen können“ - für Ohren, Herz und Gemüt hat die Stiftung Liebenau den Muttertag mit bezaubernder Kaffeehausmusik gestaltet. Und das nicht nur für die Frauen. Im Rahmen der Liebenauer Konzertreihe begeisterte das Salonorchester „Cappuccino“ aus Meckenbeuren mit bekannten Melodien der 20er-, 30er- und 40er-Jahre.

Schon das „Welcome“ von John Kander holte das staunende Publikum sofort ab. Das Konzert war durchdrungen von der Freude und vom Spaß am Musizieren. „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ – mit diesem Liebeslied umschmeichelte Gesangssolist Lüder Schubert die Ohren und Herzen der Besucher. Da durfte auch mitgesummt und mitgesungen werden. Die Füße erinnerten sich oder wie Lüder Schubert schelmisch vermutete: „Jetzt haben wir alle gedanklich mitgetanzt.“

Bereits zum sechsten Mal lud die Stiftung Liebenau zum Konzert für Menschen mit und ohne Behinderungen ein. Walzer, Foxtrott, Tango und legendäre Filmmelodien: Ganz große Kaffeehausmusik bot das Salonorchester „Cappuccino“ im Schloss Liebenau. Es war ein heiteres Miteinander. Vielleicht wird die Salonmusik deshalb so gern gehört, weil sie so unbeschwert charmant ist. Ein reines Hörvergnügen, das allen Musikliebhabern ohne Unterschied eine Freude bereiten will, und das ist dem Salonorchester unter der musikalischen Leitung von Richard Nickel gelungen.

Andrea Kahlo-Ringendahl (Klavier), Annegret Kuhlmann, Susanne Seydel und Joachim Welsch (Violine), Natalya Welsch (Cello), Wolfgang Dennenmoser (Kontrabass), Richard Nickel (Querflöte, Klarinette, Saxofon), Claudia Otto (Klarinette, Saxofon), Priska Vogler (Akkordeon), Jörg Scheide (Posaune) und Claus Furchtner (Schlagzeug) bilden das Salonorchester „Cappuccino“. Sie alle sind Lehrer an der Musikschule Meckenbeuren. Sie gründeten „Cappuccino“ 2002. Ihre Musik, interpretiert von Gesangssolist Lüder Schubert, bezauberte, beseelte und entlockte den Zuhörern langanhaltenden Applaus.

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