Monika Paulus von der Stiftung Liebenau verabschiedet sich in den Ruhestand

Lesedauer: 4 Min
Monika Paulus ist 27 Jahre bei der Stiftung Liebenau tätig, davon 22 Jahre als Heimleiterin im Franziskuszentrum in Friedrichsha
Monika Paulus ist 27 Jahre bei der Stiftung Liebenau tätig, davon 22 Jahre als Heimleiterin im Franziskuszentrum in Friedrichshafen. Nun geht sie in den Ruhestand. (Foto: Stiftung Liebenau)
Schwäbische Zeitung
Nach 27 Jahren sagt sie servus zu einem Beruf und der nie langweilig wird.

Nein, Zeit, sich über den Ruhestand Gedanken zu machen, blieb in den letzten Wochen wahrlich nicht: Neben ihrer Funktion als Regionalleitung im Bodenseekreis hielt sie als Hausleiterin die Baustelle am Franziskuszentrum in Friedrichshafen. Gewiss ist, dass Monika Paulus mit ihrem Mann auf eine Reise gehen wird. Und das erste Ziel steht fest: Assisi. Hier will sie Kraft schöpfen und sich einstellen, auf den neuen Lebensabschnitt, der sie nun erwartet: Ruhestand nach 27 Jahren bei der Stiftung Liebenau, heißt es in der Pressemitteilung.

Menschen – immer wieder ginge es ihr um Menschen. Sie sind es, die Monika Paulus interessieren. „Spannend an unserem Beruf ist, die verschiedenen Lebenswege zu sehen.“ Grundvoraussetzung sei jedoch, dass man Menschen mag. „Dann wird es nie langweilig. Beim Bau habe ich jetzt den ‚Mensch Handwerker‘ kennengelernt“, schildert sie. Wenn es eine Wertung ist, dann eine positive. Sie ist angetan von der unkomplizierten und hilfsbereiten Art, etwa als es darum ging als vorsorgliche Corona-Maßnahme „schnell mal ein paar Bauzäune umzusetzen“. „Bei Mitarbeitenden fand ich es immer faszinierend, wie man einzelne Fähigkeiten fördern oder entdecken kann. Was kann der gut? Wie viel Spielraum braucht jemand?“ Es berühre sie und mache sie stolz, wenn Mitarbeitende längerfristig in ihrer Region arbeiten, womöglich schon ihre Ausbildung im Haus absolviert haben, erklärt die Stiftung Liebenau. Ihr Leitungsteam hat ihr immer loyal und zuverlässig den Rücken freigehalten, ebenso wie die Pflege, die Hauswirtschaft und die Verwaltung. Ihre Augen werden feucht, wenn sie von den „Feschtle“ schwärmt. Beim Franziskusfest oder an Heiligabend legten die Kollegen stets „noch eine Schippe drauf“ auf ihr ohnehin schon großes Engagement, mit ihren musikalischen Darbietungen, im Chor und bei der Organisation. „Klar fällt mir der Abschied schwer“, erklärt Monika Paulus.

Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie in der Altenpflege, aber auch in einer neurologischen Klinik und im Suchtbereich einer psychiatrischen Landesklinik. In Ravensburg gab es für sie und ihren Mann bei einem privaten Träger die Gelegenheit, Altenhilfe nach ihrem eigenen Verständnis zu gestalten. Vor 27 Jahren sind sie von der Stiftung Liebenau angeworben worden. „Altenhilfe sah zu der Zeit noch komplett anders aus“, sagt Paulus. Im Haus St. Johann in Tettnang, ihrem ersten Einsatzort bei der Stiftung Liebenau, gab es weit und breit noch kein Pflegebett. Vor 22 Jahren übernahm sie dann die Leitung des Franziskuszentrums in Friedrichshafen. Wie die Stiftung Liebenau erklärt, habe so wie Monika Paulus Spuren hinterlassen hat, hätten das Arbeitsleben und Menschen bei ihr Spuren hinterlassen. Die guten Erinnerungen überwiegen.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen