Zum Skifahren bietet dieser Winter auf jeden Fall genug Schnee – die Schüler der Don-Bosco-Schule freut das.
Zum Skifahren bietet dieser Winter auf jeden Fall genug Schnee – die Schüler der Don-Bosco-Schule freut das. (Foto: Stiftung Liebenau)
Schwäbische Zeitung

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Don-Bosco-Schule der Stiftung Liebenau hat im Januar fünf Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren einen einwöchigen Skiaufenthalt im Montafon ermöglicht. Die Winterwoche ist ein Sozialprojekt, das bereits zum fünften Mal, durch eine Spende in Höhe von 2500 Euro des Ladies Circle 37 aus Ravensburg durchgeführt werden konnte.

Doch dieses Jahr war vieles anders: Durch die starken Schneefälle im Januar waren die Betreuer und Schüler gleichermaßen gefordert. Schon auf der Hinfahrt nach Tschagguns fiel so viel Schnee, dass das Gepäck auf einen Traktor umgeladen werden musste, um überhaupt ans Ziel zu kommen. Danach wurde die Straße nach Bitschweil gesperrt. Auch am nächsten Tag musste wegen der Sperrung ein Hüttentag eingelegt werden. Eine besondere Erfahrung für die Schüler: Man kann nicht alles selbst beeinflussen.

Statt Skifahren wurden kurzerhand ein Iglu und eine Schneebar gebaut, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung Liebenau. Es war klar, alleine schafft das keiner. Nur wenn alle gemeinsam daran arbeiten, dem Schnee eine neue Form zu geben, entsteht etwas Besonderes. Nicht für alle Jugendlichen einfach, sich auf Improvisation und Gemeinschaft einzulassen.

Ein Schwerpunkt des SBBZ ist die sozio-emotionale Entwicklung und das Lernen. Genau daran knüpft die Winterwoche an: die Förderung der Entwicklung von Sozialkompetenzen. Der Aufenthalt auf einer Selbstversorgerhütte fordert von jedem Einzelnen, sich mit seinen eigenen Wünschen ein Stück weit zurückzunehmen und einen neuen Blick auf die Gemeinschaft zu richten. Mit den eigenen Emotionen umgehen und die Bedürfnisse der anderen wahrnehmen und akzeptieren, stellt besonders in ungewohnter Umgebung eine Herausforderung dar. In diesem Fall in einer eingeschneiten Hütte. Auch für die begleitenden Lehrkräfte Walter Hertenstein und Florian Holzberger sowie die Schulsozialarbeiterin Conny Gerson ist die Winterwoche ein wichtiges Ereignis. Zeigt sich dabei doch, wie sich theoretisch erworbene soziale Kompetenzen aus dem Unterricht in die Praxis umsetzen lassen, heißt es in dem Schreiben weiter.

Spenden ermöglichen Projekte

Projekte wie die Winterwoche müssen durch Spenden finanziert werden, da Veranstaltungen dieser Art im Schulbudget nicht vorgesehen sind. So ist die Don-Bosco-Schule den Damen vom Ladies Circle 37 aus Ravensburg besonders dankbar. Ohne deren finanzielle Unterstützung wäre dieses Unternehmen nicht möglich. Die Scheckübergabe fand bereits im letzten Jahr auf dem Ravensburger Weihnachtsmarkt statt, wo jede Menge Waffeln verkauft wurden.

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