„Mein Programm bildet mein Leben ab“

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Josef Brustmann ist in Bayern geboren, hat Musik studiert und gelehrt, bevor er sich dann für das Kabarett entschieden hat.
Josef Brustmann ist in Bayern geboren, hat Musik studiert und gelehrt, bevor er sich dann für das Kabarett entschieden hat. (Foto: Josef Brustmann)
Schwäbische Zeitung

Karten gibt es im Vorverkauf bei Schreibwaren Gresser, Tel. 07542/ 4711 für 14 Euro, an der Abendkasse für 16 Euro. Die Schwäbische Zeitung und der Kulturkreis Meckenbeuren verlosen dreimal zwei Karten für das Kabarett „Fuchs-Treff: Nix für Hasenfüße“ von Josef Brustmann am Samstag, 14. April, im Kultur am Gleis 1. Rufen Sie einfach am heutigen Samstag, 7. April, bis 24 Uhr unter Telefon 01379 / 88 61 15 (50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen) an und nennen das Lösungswort „fuchsschlau“. Die Gewinner werden dann im Laufe der kommenden Woche benachrichtigt.

Der Kabarettist Josef Brustmann tritt am Samstag, 14. April, um 20 Uhr im Kulturschuppen am Gleis 1 mit seinem Programm „Fuchs-Treff: Nix für Hasenfüße“ auf. Vor Jahren legte er sein Lehrmandat nieder, startete als Kabarettist. Geblieben ist von dem einstigen Musiklehrer die Begeisterung für die Musik. Redakteurin Anja Reichert hat sich mit Josef Brustmann unterhalten – über die Rolle der Musik, den Fuchs, und über Tragik, Leichtigkeit und Humor im Kabarett.

Früher Gymnasiallehrer, heute Kabarettist – warum haben Sie sich zu diesem Wechsel entschlossen?

Die Vorstellung, vom sechsten bis zum sechsundsechzigsten Lebensjahr immer nur in Schulhäusern zugebracht zu haben, die hat mir Angst gemacht. Und, selbst Musik zu machen, ist halt viel schöner als sie nur zu vermitteln. Aber ich war sehr gerne Lehrer und die Schüler haben mir wirklich viel beigebracht.

Was ist von dem Lehrer geblieben? Haben Sie den Anspruch, dass das Publikum von Ihrem Auftritt „etwas mit nach Hause nimmt“ oder gar etwas „gelernt“ hat?

Die Zuschauer müssen bei mir immer auch singen – das geht bei einem Musiklehrer nicht anders. Aber ein Kabrettabend soll natürlich keine Schulstunde sein und heute ist das Publikum oft genau so gut informiert wie ich. Aber ich will die Leute bestens unterhalten, wie meine Schüler. Ich will das Publikum zum Nachdenken verführen und will es auch berühren, so dass die Zuschauer viele unterschiedliche Gefühlspackerl nach Hause tragen und der Abend möglichst noch eine ganze Weile in ihnen nachklingt. Jeder soll ein bissel anders nach Hause gehen, wie er gekommen ist.

Was mussten Sie als Kabarettist erst lernen?

Dass während meiner Tätigkeit gegessen und getrunken, Kaugummi gekaut und anschließend geklatscht wird. Und, dass die Leute Eintritt zahlen.

Sie stehen mit dem Programm „Fuchs-Treff: Nix für Hasenfüße“ auf der Bühne. Können Sie kurz umreißen, um was es im Programm geht?

Der Fuchs ist ja die erfolgreichste Spezies überhaupt auf der Welt. Der Fuchs lebt überall – Wüstenfuchs, Polarfuchs. Er ist schlau, pfiffig, lern-, anpassungs- und überlebensfähig. In meinem Programm soll man von ihm lernen. Ein fuchsschlaues Überlebensprogramm sozusagen. Was der Fuchs nicht kann ist Lachen. Das müssen wir selbst machen und ich werde auch dafür sorgen.

Laut Ankündigungen erwartet das Publikum ein Mix aus Schauspiel, Comedy, Musik – wo würden Sie sich verorten oder auch gerne verortet wissen?

Die Witzelsucht der Comedians ist mir manchmal zu traurig und erinnert mich irgendwie an die Lustig-lustig-Spießigkeit der 60er Jahre: So ein komplettes Ausblenden der Lebenswirklichkeit. Ich brauche schon auch eine Auseinandersetzung mit der Zeit. Da soll es schon rauchen, sonst ist mir langweilig. Ja und lachen werden die Zuschauer auch bei mir – reuefrei hoffentlich.

Welche Rolle nimmt die Musik in ihrem Programm ein?

Die Musik macht halt immer alles gleich charmanter und sexy und tiefer und freier. Und ich sing halt einfach gern: Das gesprochene Wort ist immer eher was für den Kopf, aber die Musik ist für das Herz.

Was überwiegt oder sollte aus Ihrer Sicht überwiegen: gesellschaftskritischer Ernst oder einfacher Humor?

Ich bin auf der Bühne wie ich bin. Und mein Programm bildet mein Leben ab und das Leben ist halt immer leicht und schwer und lustig und tragisch und oberflächlich und abgründig – so wie die Theaterstücke vom Herrn Shakespeare, da gehts auch immer drunter und drüber und wirds mal traurig mal lustig.

Erwarten Sie etwas von Ihrem Publikum? Falls ja, was?

Natürlich erwarte ich etwas. Nämlich: dass es zahlreich kommt. Weil: wer nicht kommt, ist nicht da.

Karten gibt es im Vorverkauf bei Schreibwaren Gresser, Tel. 07542/ 4711 für 14 Euro, an der Abendkasse für 16 Euro. Die Schwäbische Zeitung und der Kulturkreis Meckenbeuren verlosen dreimal zwei Karten für das Kabarett „Fuchs-Treff: Nix für Hasenfüße“ von Josef Brustmann am Samstag, 14. April, im Kultur am Gleis 1. Rufen Sie einfach am heutigen Samstag, 7. April, bis 24 Uhr unter Telefon 01379 / 88 61 15 (50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen) an und nennen das Lösungswort „fuchsschlau“. Die Gewinner werden dann im Laufe der kommenden Woche benachrichtigt.

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