Meckenbeurens Frauenbund protestiert

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 Der Meckenbeurer Künstler Hubert Gaupp hat dieses Bild mit „Mariä 2.“ betitelt.
Der Meckenbeurer Künstler Hubert Gaupp hat dieses Bild mit „Mariä 2.“ betitelt. (Foto: Gaupp)
Karl Gälle

Auch der Zweigverein Meckenbeuren des Katholischen Deutschen Frauenbundes schließt sich der Aktion „Maria 2.0“ an, die in der Zeit vom 11. bis 18. Mai diözesanweit zum Kirchenstreik und weiteren Protestaktionen aufruft.

„Maria 2.0“ wurde von Frauen der Heilig-Kreuz-Gemeinde Münster initiiert. Der Katholische Deutsche Frauenbund der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt die geplanten Aktionen. Mit der Aktion protestieren Frauen gegen den Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in der Amtskirche und fordern Veränderungen. Für viele Gläubige sei deutlich geworden, dass die kirchlichen Strukturen von Grund auf verändert werden müssten, so der Diözesanverband des Frauenbunds in seiner Pressemitteilung. „Dies beinhaltet auch zwingend die Beteiligung von Frauen an allen Entscheidungsebenen und damit auch an den Ämtern“, folgerte die Diözesanvorsitzende Karin Walter.

Frauen sollen vor den Kirchentüren bleiben

In St. Maria Meckenbeuren findet die Aktion „Maria 2.0“ mit Rücksicht auf die Erstkommunionfeier am Sonntag, 12. Mai, erst ab 12 Uhr bis zum 19. Mai statt. Frauen sind aufgerufen, im Aktionszeitraum vor den Kirchentüren zu bleiben. Während der Gottesdienste am 18. und 19. Mai laden sie zum Austausch und Gebet vor der St. Maria Kirche ein.

Wird die vom Frauenbund gestaltete Maiandacht am 12. Mai vor der Kirche gefeiert, so findet das Friedensgebet am Mittwoch wie gewohnt in der Seitenkapelle der Pfarrkirche statt. Hier wird nach dem Gebet zum Gespräch auf dem Kirchplatz eingeladen. „Der Kirchenstreik richtet sich nicht gegen die Gemeinde vor Ort, sondern ganz bewusst gegen die reformbedürftigen kirchlichen Strukturen“, betonte Gabi Ilg vom Frauenbund Meckenbeuren und zugleich stellvertretende Vorsitzende des Diözesanverbandes.

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