Meckenbeuren ist fest in Geisterhand

Lesedauer: 3 Min
Kerstin Schwier

Untote geistern durch die Gassen, Blutstropfen kleben in den Mundwinkeln der Vampire und grässliche Clownsfratzen sorgen für Angst und Schrecken: In der Nacht auf Freitag ist vielerorts wieder Halloween gefeiert worden – auch in Meckenbeuren. Dort wurde die wohl gruseligste Nacht des Jahres gleich mit zwei großen Veranstaltungen gebührend gefeiert.

Doch während es bei der „Volle Kanne“- Party der Landjugend Meckenbeuren in der Brochenzeller Humpishalle bereits um 21 Uhr hieß: „Wir sind ausverkauft“, hätte die Halloween-Party der Narrenzunft Schussenbole in der Karl- Brugger Halle Kehlen durchaus noch ein paar mehr Besucher verdient gehabt. „Weil bei unserem Jugendball in der Fasnet so wenig los war, haben wir gedacht, wir probieren mal etwas Neues aus. Aber es läuft noch ein bisschen schleppend,“ erklärte Melanie Bauer von der Narrenzunft Kehlen.

Doch die Kinder und Jugendlichen im Alter von elf bis 16 Jahren, die gekommen waren, hatten dennoch ihren Spaß und tanzten munter zu der Musik von den DJs Dee. Zwischendurch gab es noch Tanzvorführungen der SG Argental und der Tanzschule No. 10 aus Friedrichshafen.

Einige der jungen Gäste hatten sich richtig viel Mühe mit ihrer gruseligen Kostümierung gegeben. Wie etwa Zombie Anna, die mit ihrer Freundin, Horrorteddy Lily, ausgelassen feierte. „Ich bin ein Halbzombie. Mir hat ein Zombie das halbe Gesicht weggerissen,“ erzählte Anna mit einem Lachen und präsentierte ihre Gesichtshälfte, auf der aus einem geöffneten Reißverschluss eine Mischung aus Latex und Kunstblut quoll.

Auch in der Brochenzeller Humpishalle trieben einige gruselige Gestalten, Geister und Gespenster ihr Unwesen. Doch der Großteil der über 700 Besucher war ganz schlicht in Zivil gekommen. Schon vor der Saalöffnung hatte sich eine lange Menschenschlange vor der Halle gebildet. Keiner wollte sich die legendäre „Volle Kanne“-Party entgehen lassen. Drinnen in der Halle tobte das Leben. Die beiden DJs Nightchiefs sorgten dafür, dass die Halle zu einer einzigen riesigen Tanzfläche mutierte.

Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, verzog sich in die „Quetschenstube“ auf dem oberen Gang. Dort spielten die „Veganertaler Schluchtenjodler“ alias Heinrich Haas (Gitarre), Christian Freisleben (Akkordeon) und Alexander „Hoss“ Baumann (Tuba).

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen