Mädchen lernen technische Berufe kennen

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 Die Teilnehmerinnen kommen innerhalb des Projekts zum Beispiel mit Metaller-Berufen in Kontakt.
Die Teilnehmerinnen kommen innerhalb des Projekts zum Beispiel mit Metaller-Berufen in Kontakt. (Foto: gä)
Karl Gälle

Eine erfreulich breite Resonanz findet das derzeit am Bildungszentrum Meckenbeuren laufende Projekt Berufswahlkompass (BWK). Das Unterrichtsprojekt wird von der Bundesagentur für Arbeit sowie von Südwestmetall getragen. Die Jugendlichen der Klassen 8 werden mit BWK frühzeitig bei ihren Berufswahlüberlegungen unterstützt, indem der Berufswahlkompass den Schülern verschiedene Berufsfelder und dabei vor allem die weniger bekannten Berufe vorstellt.

Mit einem zweistündigen „Coaching4Future" startete am Dienstagnachmittag das ausschließlich für Mädchen angebotene Berufsfindungsprojekt. Konrektor Alexander Walker findet es echt toll, dass hier versucht werde, Mädchen für Berufe zu sensibilisieren, die allgemein nur als für Männer geeignet erachtet werden. Schön sei auch, dass sich die allermeisten Mädchen der Vorabschlussklassen zu diesem zusätzlichen Unterricht angemeldet hätten.

Projektleiterin bei den über das gesamte Schuljahr verteilten Unterrichtseinheiten ist Hanim Heim, die die regionale Projektleitung von „Südwestmetall macht Bildung" inne hat. Ging es bei der ersten Veranstaltung am Dienstagnachmittag vor allem um das sich Kennenlernen und um erste Kontakte zum Themenbereich Informationstechnik, so stehen bei den weiteren Terminen das Ausloten verschiedener Bildungs- und Berufswege, Technikprojekte, Betriebsführungen oder Praktisches wie „Metallbearbeitung in der Wissenswerkstatt" an. Klar benennt Projektleiterin Hanim Heim das Ziel ihrer Arbeit. Hoch wie nie zuvor nennt sie dabei den Bedarf an Fachkräften in den „MINT-Disziplinen" Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Aufgabe ihres Teams sei, gerade den Mädchen die Chancen in diesen Berufen aufzuzeigen und über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren.

Es gehe im Kern darum, dass Mädchen bei ihren Überlegungen zur Berufswahl nicht nur die „gut 20 typischen Frauenberufe" in den Blick nehmen würden, sondern auch eher männertypische Berufe kennenlernen sollten. Schwerpunkt sei so eine vertiefte Berufsorientierung, bei der die Schülerinnen auch viel Praktisches erlernen könnten.

Hanim Heim verwies in diesem Zusammenhang auf die im April terminierte Projekteinheit „Metallbearbeitung in der Wissenswerkstatt", bei der die Teilnehmerinnen mit Werkzeugen arbeiten und so Hemmschwellen gegenüber den typischen Männerberufen abbauen könnten.

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