Landesliga: Später Elfmeter schockt SV Kehlen

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Viel Einsatz, wenig Chancen: Der SV Mietingen und der SV Kehlen trennen sich 1:1.
Viel Einsatz, wenig Chancen: Der SV Mietingen und der SV Kehlen trennen sich 1:1. (Foto: Kesenheimer)
Schwäbische Zeitung
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Dieser Pfiff tat weh: In der vierten Minute der Nachspielzeit des Spiels SV Mietingen gegen SV Kehlen zeigte Schiedsrichter Burak Kurban auf den Punkt. Noah Gnandt trat an und traf zum späten 1:1-Ausgleich für Mietingen – und zum Ärger von Kehlens Trainer Bernd Reich. Dieser hatte nämlich eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters erkannt. „Das war überhaupt nichts“, sagt er über die Szene, in der Mietingens Spieler Ben Rodloff mit dem Ball in den Strafraum eindrang und nach einem Zweikampf mit Kehlens Benedikt Böning zu Boden ging. „Ich habe es mir auf Video noch mal angeschaut. Er lässt sich einfach fallen.“

Dementsprechend groß war die Enttäuschung im Kehlener Lager nach Schlusspfiff. „Die Köpfe sind natürlich nach unten gegangen“, berichtet Reich. „ Der Sieg wäre verdient gewesen. Wir haben deutlich mehr fürs Spiel gemacht, Mietingen war nur destruktiv.“ Trotzdem entwickelte sich von Beginn an ein recht ansehnliches Spiel. Einziges Manko in der ersten Hälfte: Es gab kaum Szenen vor den Toren, zu gut hatten beide Abwehrreihen das Geschehen im Griff.

Das sollte sich nach dem Seitenwechsel deutlich ändern. Die erste große Chance hatte der SV Mietingen, als er in der 57. Minute einen Handelfmeter zugesprochen bekam. „Auch der war schon schmeichelhaft“, sagt SVK-Trainer Reich. Im Gegensatz zur 94. Minute ließen die Gastgeber den Strafstoß aber ungenutzt: Robin Ertle schoss den Ball an den Pfosten.

Stattdessen ging Kehlen in der 79. Minute in Führung: David Bernhard setzte sich im Strafraum durch, sein Schuss wurde von Torhüter Nico Wiemer abgewehrt, doch Felix Dunger stand richtig und brachte den Nachschuss über die Linie. Anschließend verteidigten die Gäste weiter sehr gut und standen kurz vor dem wichtigen Sieg, mit dem sie in der Tabelle mit Mietingen (Platz sechs) gleichgezogen wären. Doch dann kam der späte Elfmeter zum Ausgleich. „Das ist natürlich bitter. Wir haben alles investiert und wurden nicht belohnt“, sagt Bernd Reich. „Das gilt es jetzt abzuhaken. Wir müssen jetzt nochmal eine Woche Gas geben und wollen mit einem Sieg gegen den FV Ravensburg II in die Winterpause gehen.“

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