Kunterbunte Aktionen kommen beim Ferienprogramm in Meckenbeuren gut an

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Schwäbische Zeitung

Ein Ferienprogramm mit 28 Veranstaltungen für über 300 Kinder stellte das Team vom Jugendreferat für die Ferien auf die Beine. Karin Schütrumpf sprach mit Nils Kaeding vom Jugendreferat über die Planung, über die Erfahrungen, die dabei gemacht wurden und über die Tops und Flops im Veranstaltungskalender. Besonders gefragt waren die Veranstaltungen zu Beginn der Sommerferien stellte das Team vom Jugendreferat fest.

Ist das Ferienprogramm gut angekommen?

Kaeding: Es ist wahnsinnig gut angekommen. Die Rückmeldungen der Kinder und der Eltern waren überwältigend. Die Fahrradtour war supertoll. Es gab viele Gruppenangebote auch für kleinere Kinder, wo es einfach auch gemütlich war, wie die Stockbrot und Indianergeschichte. Das Nature craft and Upcycling wurde hervorragend angenommen. Bettina Beck-Popp und Jenny Berlinger haben spontan noch Kinder dazugenommen.

Wie wichtig war es für die Kinder wieder etwas mit Gleichaltrigen zusammen zu machen und zu unternehmen?

Das war sehr wichtig, weil sich die Kinder aus verschiedenen Klassen in der Schule gar nicht wirklich treffen durften. Sie sind sich antizyklisch aus dem Weg gegangen. Mir, Stefan Janezic und Ralf Schwaiger hat es auch toll gefallen, zum Beispiel bei den Indianerspielen und der Ganovenjagd zu dritt was zu machen. Wir haben neue Wege gefunden, im Team was auf die Beine zu stellen.

Wie ist es dazu gekommen?

Wir haben überlegt, was können wir Kindern und Eltern bieten. Die Planungen für Mini-Mecka liefen seit dem Herbst. Irgendwann haben wir aber entschieden: Mini-Mecka geht dieses Jahr nicht. Es ist aktuell einfach nicht denkbar, dass man sich begegnet wie man möchte.

Welche Veranstaltung war dieses Jahr ihr persönlicher Favorit?

Das war die Sache mit den Indianern. Da haben wir viele kleine Angebote in eine Geschichte gepackt. Das war an diesen Nachmittagen wirklich das Reservat der Schussenindianer, in dem wir waren. Jeder konnte es sich vorstellen und hat es geglaubt. Ich auch.

Bei einigen Ferienaktionen war Abstand halten wahrscheinlich schwierig. Haben Sie sich da Sorgen gemacht?

Wir haben viel diskutiert. Bei der Jugendarbeit müssen wir keinen Abstand halten. Wir dürfen es und wir haben es natürlich versucht. Aber manche Sachen kann man nicht aus der Distanz erklären und eine Beziehung aufbauen geht auch nicht. Wir haben versucht, uns und andere zu schützen, haben Hände beim Kommen und Gehen gewaschen und desinfiziert. Wir hatten kleine Gruppen und haben alle Teilnehmer und ihre Anschrift schon bei der Anmeldung notiert. Grundschulkinder untereinander müssen auch keinen Abstand halten. Damit waren wir vorschriftsmäßig auf der sicheren Seite. Ich klopfe da auf Holz und denke, wir haben das ganz gut gemacht. Niemand von uns ist krank geworden und es gab bis jetzt auch keine Rückmeldung, dass ein Kind oder ein Elternteil erkrankt ist.

Stand irgendeine Veranstaltung durch die Corona-Vorschriften mal auf der Kippe?

Am Anfang durften keine Speisen zubereitet werden. Diese Regel wurde vor den Ferien nochmal geändert, sonst wäre das Smoothie-Labor nicht möglich gewesen.

Gab es Veranstaltungen, die Sie unbedingt nochmal machen würden?

Das könnte ich von jeder behaupten. Top bei den Buchungen waren Nature Craft und Upcycling. Da mussten wir sogar noch einen Ersatztermin anbieten, und die Ganovenjagd war auch total ausgebucht.

Gab es Nachrücker?

Wenn jemand sich krank fühlt und nicht kommt, ist das in dieser Zeit völlig in Ordnung. Sobald jemand im Voraus weiß, dass ein Termin nicht klappt, sollte abgesagt werden, damit Kinder von der Warteliste nachrücken.

Gab es auch Aktionen, die nicht so nachgefragt wurden?

Baseball, die zweite Fahrradtour und Wikinger-Schach waren nicht so gefragt. Teilweise lag es auch am Termin. Ende der Ferien waren offenbar viele unterwegs.

Was ist nächstes Jahr geplant?

Da ist Mini-Mecka gewünscht, aber wir müssen auch beobachten wie es mit der Corona-Pandemie weiter geht.

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