Kostenschätzung pendelt sich bei 2,5 Millionen Euro ein

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Bislang bildet das Treppenhaus den Abschluss – das wird sich mit Umbau und Erweiterung ändern. Der Ein- und Aufgang wird dann hi
Bislang bildet das Treppenhaus den Abschluss – das wird sich mit Umbau und Erweiterung ändern. Der Ein- und Aufgang wird dann hin zur Bernd-Rosemeyer-Straße sein, und statt der Parkplätze gibt es (Foto: rwe)

Den Zuschlag bekamen auf Grundlage der HOAI: Gebäude und Innenräume, Leistungsphasen 2 bis 5 (Vorplanung bis Ausführungsplanung): Architekturbüro Baumann, Meckenbeuren – Gebäude und Innenräume, Leistungsphasen 6 bis 8 (Vorbereiten der Vergabe/Objektüberwachung): Ingenieurbüro Kübler, Langenargen – Tragwerksplanung, Leistungsphasen 1 bis 5 (Grundlagenermittlung/ Ausführungsplanung): Ingenieurbüro Fischer, Neukirch – Technische Ausrüstung Heizung/Lüftung/Sanitär/Elektro, Leistungsphasen 1 bis 9 (Grundlagenermittlung/ Objektbetreuung): Planungsbüro Vogt und Feist, Ravensburg.

Ernst wird es mit dem Umbau und der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in der Bernd-Rosemeyer-Straße in Meckenbeuren. Mit der Feuerwehrbedarfsplanung war die Maßnahme im April dieses Jahres nähergerückt, jetzt hat der Gemeinderat einen „ersten Knopf“ drangemacht. Einstimmig wurden die Planungsleistungen für die ersten Phasen an insgesamt vier Büros vergeben – siehe Info-Punkt.

Die Vorgeschichte reicht weit zurück – über 2011 hinaus, als das benachbarte Haus Fähnle abgebrochen wurde. Die Fläche ist im Gemeindebesitz und dient als gekiester Parkplatz. Und eben als „Vorratsfläche“ - soll doch der Anbau (Erweiterung) des Feuerwehrgerätehauses direkt an den Bestand anschließen.

Dass es sich auch um einen „Umbau“ handelt, liegt daran, dass das bislang seitlich angebrachte Treppenhaus entfallen und künftig nach vorne hin zur Straße weisen wird. Erwähnung fand in den Ausführungen von Ortsbaumeister Axel Beutner zudem, dass die Heizungstechnik ertüchtigt und die in die Jahre gekommenen Elektroinstallationen erneuert werden müssen. „Das Gros der Kubatur wird aber nicht angefasst“, so Beutner, vielmehr geht es Kämmerer Vallaster zufolge um die „Gelenkfunktion“ von neu und alt.

Denn: In gleicher Baulinie wie im Bestand, der aus fünf Boxen besteht, wird fortgefahren. Drei Boxen sollen hinzukommen. Jede ist mit einem Betrag von 45000 Euro förderfähig, das konnte Simon Vallaster bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vermelden, nachdem zuvor Fachgespräche mit dem Zuschussgeber stattgefunden hatten (vertreten durch Kreisbrandmeister Henning Nöh). Zudem will sich die Gemeinde 2019 um Mittel aus dem Ausgleichsstock bemühen.

Was die Finanzierung allgemein angeht: Im Gemeindehaushalt 2018 sind erst einmal 50 000 Euro für Planungskosten eingestellt. Für die Jahre 2019 fortfolgende ist für die Umsetzung ein Korridor von 2,4 bis 2,5 Millionen Euro (brutto) veranschlagt. Genauere Zahlen – bis hin zu einer Kostenberechnung – dürften den Gemeinderäten im Herbst vorliegen, rechtzeitig für die Haushaltsplanung 2019.

Für den erhofften Zeitplan heißt das: Die Planung bis zum Baugesuch will die Verwaltung noch in diesem Jahr abschließen. Und wenn dann die Genehmigung vorliegt, ließe sich 2019 in die Umsetzung einsteigen.

Auf die Anfrage, inwiefern bei der Baumaßnahme auch die DLRG-Ortsgruppe berücksichtigt werde, meinte der Kämmerer: „Die Belange der DLRG sind berücksichtigt“, bei einer Rolle, die es noch zu klären gelte. Hier brauche es auch noch einen entsprechenden Beschluss des Gemeinderats, so Vallaster.

Im April hatte Kommandant Stefan Amann auf SZ-Anfrage als ungefähren Bedarf genannt: 150 Quadratmeter Lagerfläche, 150 Quadratmeter Einstellfläche für Fahrzeuge, 100 Quadratmeter Fläche für Werkstätten (Atemschutz, Funk, Kraftstoff), 250 Quadratmeter Sozialräume (getrennte Duschen, WC-Anlage, Spindräume) und neuer Zentrale sowie 100 Quadratmeter Nebenräume – alles zusammen also rund 750 Quadratmeter.

BLICK

Personalien beschäftigen die Feuerwehr. In der Abteilung Meckenbeuren hat vor Kurzem Kommandant Andreas Joos aus persönlichen Gründen um seine Abberufung gebeten, wie Bürgermeisterin Elisabeth Kugel auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung bestätigt. Joos hatte das Amt 2012 von Frank Sauter übernommen.

Auf SZ-Anfrage erklärt Andreas Joos: „Aufgrund von unterschiedlichen Sichtweisen war eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Ich werde aber weiterhin der Feuerwehr im Einsatzfall treu bleiben. Auch möchte ich die letzten zehn Jahre – erst als Stellvertreter, dann als Abteilungskommandant – nicht missen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht.“

Auch wenn die Position des Abteilungskommandanten derzeit nur kommissarisch besetzt ist, sieht Bürgermeisterin Elisabeth Kugel die Wehr als funktionsfähig an, werde die offene Stelle doch interimsweise durch Gesamtkommandant Stefan Amann und die Stellvertreter abgedeckt.

Bei einer Wahl hatte sich die Mehrheit der Mannschaft in Meckenbeuren für Ralf Müller als stellvertretenden Abteilungskommandanten entschieden (in Nachfolge von Markus Holleczek). Allerdings wird derzeit noch auf die Einsetzung gewartet.

Wann die Neuwahl zum Abteilungskommandanten für Meckenbeuren (zugleich stellvertretender Gesamtkommandant – ein Amt, das derzeit kommissarisch Herbert Wiechert innehat) erfolgt, steht noch nicht fest.

Den Zuschlag bekamen auf Grundlage der HOAI: Gebäude und Innenräume, Leistungsphasen 2 bis 5 (Vorplanung bis Ausführungsplanung): Architekturbüro Baumann, Meckenbeuren – Gebäude und Innenräume, Leistungsphasen 6 bis 8 (Vorbereiten der Vergabe/Objektüberwachung): Ingenieurbüro Kübler, Langenargen – Tragwerksplanung, Leistungsphasen 1 bis 5 (Grundlagenermittlung/ Ausführungsplanung): Ingenieurbüro Fischer, Neukirch – Technische Ausrüstung Heizung/Lüftung/Sanitär/Elektro, Leistungsphasen 1 bis 9 (Grundlagenermittlung/ Objektbetreuung): Planungsbüro Vogt und Feist, Ravensburg.

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