„Kehlen in Meckenbeuren 1972 bis 2014“ – ein Nachschlagewerk und mehr

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Für den November 2013 notiert: „Die Festhalle Kehlen wird anlässlich des Seniorennachmittags der Gemeinde in Karl-Brugger-Halle
Für den November 2013 notiert: „Die Festhalle Kehlen wird anlässlich des Seniorennachmittags der Gemeinde in Karl-Brugger-Halle umbenannt.“ (Foto: rwe)

Karin Brugger hat nachgelegt. Nachdem im Herbst 2017 die 92 Seiten starke „Geschichte zur Gemeinde Kehlen 1937 bis 1972“ erschienen war, wird ab Montag die Fortsetzung erhältlich sein. Sie trägt den Titel „Kehlen in Meckenbeuren 1972 bis 2014“ und ist von Karin Brugger und Roland Karl Weiß verfasst. Der vormalige Meckenbeurer Bürgermeister zeichnet großteils für die Zeit von 1986 bis 2009 verantwortlich – ergänzt um Bruggers Recherchen.

In der Darstellung handelt es sich um eine Art „Fakten-Lesebuch“, so die Herausgeberin. Nämlich mit Jahreszahl, Faktum sowie ergänzend-erörternder Kurzbetrachtung, die sehr gut auch als Nachschlagewerk dienen kann.

Die Wahl des Zeitraums erklärt Karin Brugger mit den Stichtagen, an denen die Gemeinde Kehlen nach Meckenbeuren eingemeindet (1. Mai 1972) und die Ortschaftsverfassung von Kehlen aufgelöst wurde (25. Mai 2014). Ihr Ziel bei all dem nennt sie im Vorwort: „Damit nicht ganz so vieles in Vergessenheit gerät, habe ich Begebenheiten während dieser 42 Jahre quer durchs Gemeindeleben gesammelt.“

Was im besten Fall zu einem Geschichtsbewusstsein beitragen kann, das Karin Brugger als einen der Bausteine versteht, „die identitätsstiftend sind – gemeindlich wie persönlich –, und somit ein Gefühl von Verbundenheit mit dem Ort vermitteln können, an dem man lebt“.

Wobei sie die 40 Seiten keineswegs als geschichtswissenschaftliches Werk verstanden wissen will. Vielmehr weiß sie um den „Tunnelblick“, teilt sie doch mit: „Bei alledem habe ich mich bewusst auf den Einzugsbereich der Altgemeinde Kehlen beschränkt, wohl wissend, dass dies ein eingeschränkter Blickwinkel und eine Konstruktion ist, denn natürlich lassen sich die Themen des Ortschaftsrates nicht vom Gemeinderat trennen.“

Zum Abschluss ihrer Geschichts-Serie hegt Karin Brugger den Wunsch, dass die Lektüre der Hefte mit „einer gelassenen Bewusstheit für die Entstehungsgeschichte des Ortes und der Gemeinde“ einhergeht – und mit Stolz über das Erreichte.

Ist das erste Werk unentgeltlich bei der Herausgeberin erhältlich, so wird das aktuelle Heft zusätzlich in den Bäckereien Müller (Kehlen und Meckenbeuren) sowie in der Sparkasse und GenoBank ausliegen

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