„Könige für einen Tag wollen Armen helfen, sind mit Freunden unterwegs, sammeln Geld für andere und bekommen auch noch Süßigkeit
„Könige für einen Tag wollen Armen helfen, sind mit Freunden unterwegs, sammeln Geld für andere und bekommen auch noch Süßigkeiten“, fasst Martin Szudra zusammen. (Foto: wie)
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In vielen Städten im ganzen Land hat das Sternsingermobil schon halt gemacht und dank Anja Badent nun auch in Meckenbeuren. 150 Kinder haben sich über die Arbeit der Sternsinger informiert und erkannt, wie viel sie alle schon im Kindesalter erreichen und für andere Menschen tun können.

In Kehlen waren es die Grundschüler der Wilhelm-Schussen-Schule, die sich über den Besuch von Martin Szudra gefreut haben, der fürs Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterwegs war. Das Hilfswerk schlägt eine Brücke in die Welt, dank: „Kinder helfen Kindern“. Rund 300 000 Mädchen und Jungen sind als Sternsinger dabei und machen sich rund um den Dreikönigstag bei Schnee und Kälte in Königlichen Gewändern auf den Weg. Sie bringen Segen in die Häuser und werden selbst zum Segen. „Sie sammeln Spenden für die Leute in den Kriegsländern. Die haben nämlich quasi kein Geld und können sich nichts leisten“, wussten schon die Erstklässler und auch, „warum die so aussehen“: „Wie die Heiligen Drei Könige nämlich. Die hatten auch so Kronen auf und haben Jesus gefunden, wegen dem Stern. Den haben auch die Sternsinger dabei und Geld, Weihrauch und Myrrhe.“ Fast perfekt informiert waren sie und freuten sich, als Emma zur ersten Königin ernannt wurde.

Sie untersuchten den Schriftzug „20*C+M+B*20“ und bekamen die Übersetzung für „Christus Mansionem Bendicat“ geliefert, „Christus segne dieses Haus“. „Das machen wir aber dann“, übernahmen zwei Jungs den Auftrag und lauschten gespannt, wohin denn ihre gesammelten Spenden gehen. Martin Szudra nahm sich in Kehlen Aweet als Beispiel. Das zehnjährige Mädchen in Kenia, das „zwei Stunden laufen musste, bis es zu einer Wasserstelle kam und wieder zurück“. Dank der Sternsinger konnte hier eine Wasserstelle gebaut werden.

Die jungen Besucher in Meckenbeuren bekamen ihre Informationen auf einem Parcours geliefert, erfuhren, wie das Geld, das sie sammeln in Hilfsprojekte kommt und von Kassem aus Syrien. Er war mit seiner Familie vor dem Krieg in den Libanon geflohen. „Aus Lautsprechern klingt dort mittags das Gebet der Christen und die Stimme des Muezzins, der die Muslime zu Gebet ruft“, erfuhren sie weiter und wie wichtig es sei, sich „gegenseitig zu akzeptieren“.

„Wir wollen Frieden“ ist 2020 das Motto der Sternsinger und der Libanon Beispielland. Nach 90 000 Todesopfern im Bürgerkrieg, 115 000 Verletzten und fast einer Million Geflohenen von 1975 bis 1990, herrscht hier nun Frieden. Sowohl muslimische als auch christliche Feiertage gelten für die ganze Bevölkerung. Die Sternsinger unterstützen bereits eine Nachmittagsbetreuung der Caritas für die Kinder und im Alwan-Unterricht wird an den Schule Frieden gelehrt. Noch viel mehr erfahren die Sternsinger und alle, die es werden wollen, bei den Projektvorstellungen in der Seelsorgeeinheit. „Schaut doch einfach mal bei uns rein“, lud und lädt Anja Badent alle Kinder und Jugendlichen ein und mit ihr die Teams in den Gemeinden.

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