Jubiläum beschert besondere Einblicke

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Wegen des großen Andrangs findet die Führung zum Altar gleich dreimal statt.
Wegen des großen Andrangs findet die Führung zum Altar gleich dreimal statt. (Foto: Fotos: wilhelm amann)

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www.se-meckenbeuren.de/jakobus

Nicht zwei, sondern drei Führungen zum dominikanischen Altar haben am Samstag in Brochenzell stattgefunden. Josef Friedel, Diakon i.R., erklärte zunächst den Werdegang der Geschichte der Kirche und wie der Altar von Löwental überhaupt hier in die Kirche kam, bevor er auf die Besonderheit des Altares einging. Die Menschen waren sehr interessiert an den Details, und einige erzählten auch von ihren Kindheitserinnerungen an den Altar, heißt es vonseiten der Seelsorgeeinheit.

Pater Thomas G. Brogl hatte bereits am Freitagabend einen Vortrag mit dem Titel „Gott findet man in der Küche oder in der Werkstatt genauso wie in der Kirche“ gehalten (die SZ berichtet noch). Beim Festgottesdienst am Samstag stellte er in seiner Predigt den Begriff der „Sehnsucht nach Heimat“ in den Vordergrund und sagte unter anderem, dass man auch in einem Kirchengebäude oder betend vor einem bestimmten Altar diese Heimat finden kann, besonders, wenn man im täglichen Leben viel herumreisen muss oder sich an vielen Orten aufhalten muss, dann ist so ein Rückzugsort, an dem man sich „daheim“ fühlt, ganz lebensnotwendig, um verankert zu bleiben.

Gesagtes erfahrbar machen

Bezüglich des Glaubenslebens jedes Einzelnen könne der Glaube an Gott, das Beten vor einer bestimmten Statue oder der Blick auf ein Altarbild, das man schon von Kindheit an kennt, so ein Gefühl von Heimat auslösen. „Zugleich kann dieser Blick auf Gott auch Zukunft schenken, denn wir wissen alle, dass hier auf Erden unsere Sehnsüchte niemals alle erfüllt werden. Weder ein Partner, noch die eigenen Kinder können alle unsere Sehnsüchte nach Geborgenheit erfüllen, unsere letzte Sehnsucht ist die, nach der Geborgenheit in Gottes Hand. Gut ist es dann, einen Ort zu wissen, an dem man ein wenig von dieser Geborgenheit Gottes spüren kann“, wird im Bericht geschrieben.

Um diesem Heimatgefühl Ausdruck zu verleihen, gehörten dann auch bekannte Melodien dazu, die uns an gute Begegnungen oder tiefe Glaubenserfahrungen der Kindheit erinnern. So konnte – neben der Predigt – auch der Chor unter der Leitung von Josef Weber mit seiner musikalischen Umrahmung des Gottesdienstes und den gezielt ausgewählten Liedern und Liedtexten dazu beitragen, das Gesagte auch gleich noch erfahrbar zu machen.

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