Jürgen Jakob nimmt Harmonia mit auf Zeitreise

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Die Harmonia hat sie, die „Lizenz zum Singen“, seit 95 Jahren schon und es wieder bewiesen, beim Herbstkonzert am Gleis 1….
Die Harmonia hat sie, die „Lizenz zum Singen“, seit 95 Jahren schon und es wieder bewiesen, beim Herbstkonzert am Gleis 1…. (Foto: Helga Wiechert)

Neue Wege sind die Männer der Harmonia mit ihrem Konzert gegangen und haben sich die „Lizenz zum Singen“ am Wochenende im Kulturschuppen am Gleis 1 verdient gesichert. Unter dieses Motto haben sie ihr Programm gestellt, das sehr vielseitig war, jung daher kam und einen schönen musikalischen Abend bescherte, mit viel Applaus und einem großen Finale der Sänger und Solisten.

„In einem kühlen Grunde, da steht ein Mühlenrad. Mein Liebchen ist verschwunden das dort gewohnet hat“ sangen die Sänger vom Männerchor zum Auftakt ihres Herbstkonzerts und ließen das alte Liedgut hochleben mit Stücken wie „Brunnen vor dem Tore“ und „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“. Nur Attrappe war da das Liedblatt in ihren Händen, denn ihr Blick hing allein am Chorleiter Jürgen Jakob, der sein erstes Konzert mit ihnen gab. Celine Höpfer begeisterte am Klavier mit der „Sonate Pathétique“ von Ludwig van Beethoven genauso wie im Duett mit Jakob Frisch beim „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms. Da flogen die Finger nur so über die Tasten und es war beeindruckend, was die 13-jährigen Musiker schon alles zu leisten vermögen.

Genauso beeindruckend war die Stimmgewalt der jungen Sopranistin Julia Frisch, die die Sänger der Harmonia durch James Bond Filmszenarien begleitete. Dazu hatte sich der Dirigent auch seinen Da Capo Chor aus Achberg geladen, der den Abend als Generalprobe für den Carl-Friedrich-Zelter-Chorwettbewerbs am kommenden Wochenende nutzte. Damit war ein Gesamtkonzept geschnürt, das alle begeisterte und der Harmonia ein abwechslungsreiches schönes Herbstkonzert sicherte. Seit 95 Jahren ehrt die Harmonia das Liedgut in Meckenbeuren und macht es unvergessen.

Nach dem „Gondelfahrer„ von Franz Schubert, dem „Traum vom Glück“ nach einem Walzer von Johannes Brahms und Bartholdy’s „Der Jäger Abschied“ zogen sie in Schumanns „Zigeuenerleben“ ein, um dann den großen James Bond zu treffen, begleitet von Osita Iwundi am Schlagzeug und ihrem Chorleiter am Klavier. „James Bond Theme“ legten die Sänger genauso auf wie Goldfinger von John Barry und sein „We have all the Time in the World“. Und immer wieder sang die Sopranistin mit herrlicher Stimme, denn „Nobody does it better“. Zwei Zugaben gönnten die Sänger ihren Gästen und schlossen mit Scott Coplins „Entertainer“ das schöne Konzert und mit dem großen Finale aller Sänger und Elvis‘ legendärem „Can’t help falling in Love with you“. Ein strahlender Vorsitzender sagte schließlich erleichtert „Dankeschön“ an alle Sänger und Musiker und an den Chorleiter. „Es war ihm nichts zu viel“ spielte Anton Zahn auf die Herausforderung an, die allesamt gemeistert haben. „Mit Bravour“, so lautete das Urteil der Gäste.

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