Im „Fort Brochenzell“ ist die Luft ziemlich bleihaltig

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Schussencup: Eine Schützin legt mit ihrem Langbogen auf eine Reh-Attrappe am gegenüberliegenden Schussenufer an.
Schussencup: Eine Schützin legt mit ihrem Langbogen auf eine Reh-Attrappe am gegenüberliegenden Schussenufer an. (Foto: kesc)

Da sausten die Kugeln und Pfeile im Sekundentag durch die Luft. Egal ob Gewehr oder Bogen- wer mochte, konnte beim Tag der offenen Tür des Schützenvereins Brochenzell gleich beides ausprobieren.

Passend zum 25-jährigen Bestehen des neuen Schützenhauses hatte der Verein dazu eingeladen, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, sich zu informieren, mit den Mitgliedern ins Gespräch zu kommen und vor allem, einfach mal ganz unverbindlich eine Sportwaffe in die Hand zu nehmen und unter fachmännischer Anleitung auszuprobieren. Etwa im Schießkeller „Fort Brochenzell“ bei Schießleiter Wolfgang Ganser, stilecht gekleidet im Cowboylook. Cowboy Ganser hatte Luftgewehr, Kleinkaliberpistole, Kleinkalibergewehr und Winchester im Angebot, was auch gerne von den zahlreichen Gästen angenommen wurde. Körperspannung und Schultern zurück hieß es am Stand von Christian Weber. Hier konnten sich die Besucher im Bogenschießen versuchen.

140 Teilnehmer

Während so mancher Schuss doch sehr weit am Ziel vorbeiflog, sah es einige Meter ganz anders aus. Schließlich waren dort die Profis am Werk. Denn der Schützenverein veranstaltete neben dem Tag der offenen Tür auch zum zweiten Mal den internationalen „Schussencup“, ein 3D-Turnier, bei dem auf Tierattrappen geschossen wird. Nach der Premiere im letzten Jahr war der Cup bereits Wochen vorher ausgebucht, wie Thomas Zäh, Gruppenleiter Bogensport, berichtete. 140 Teilnehmer, aufgeteilt in 24 Gruppen, die 24 Ziele in Gestalt von Bär, Reh, Dachs oder überdimensionalem Karpfen treffen mussten. Da war absolute Präzision gefragt, wie auch Anita Reinalter vom HSV Absam (Innsbruck) feststellen musste. „Es läuft bescheiden. Es könnte besser sein. Also leicht ist es nicht“, erklärte die Schützin, die als Mitglied des österreichischen Nationalkaders das Brochenzeller Turnier als Qualifizierungsturnier für die EM in Schweden nutzte. Neben den sportlichen Aktivitäten gab es mit Auftritten der „Line Dancer“ und der „Vier Stadelmusikanten“ auch ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Von dem Erlös des Festes werden 500 Euro an den Verein ELFI (Ein Lächeln für Intensivkinder) gespendet, versprach Vorsitzender Olaf Nessensohn.

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