Gut gerüstet mit acht Maschinenpauken ins Wettbewerbsjahr 2021

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 Statt vier sollen es ab 2020 acht Maschinenpauken in der Musikschule sein.
Statt vier sollen es ab 2020 acht Maschinenpauken in der Musikschule sein. (Foto: raphael weiss)

Über die Anschaffung von Maschinenpauken für die Musikschule hat sich jüngst der Gemeinderat Gedanken gemacht. Der Verwaltungsausschuss hatte die im Zusammenhang mit dem Haushalt stehende Investition ins Gesamtgremium verwiesen – und dort fand sich eine breite Mehrheit für eine preisgünstigere Variante.

Der Antrag stammte von der Musikschule, für die Leiter Jörg Scheide sagt: „In den letzten zehn bis 15 Jahren gibt es viele Kompositionen für acht Maschinenpauken.“ Große Teile der Schlagzeugliteratur scheinen heutzutage darauf ausgerichtet – derzeit verfügt die hiesige Musikschule über deren vier.

Nun sollen also vier weitere Maschinenpauken beschafft werden. Dafür wurden 17 000 Euro bewilligt – hälftig aufgesplittet auf die Jahre 2019 und 2020. Was zeitlich gesehen eine Punktlandung darstellt, um den Schlagzeugern der Musikschule (seit Jahren erfolgreich angeleitet von Claus Furchtner) weiterhin die erfolgreiche Teilnahme an „Jugend musiziert“ zu ermöglichen.

Denn: Ist im Jahr 2019 ein Solowettbewerb ausgeschrieben, so geht es im festgelegten Turnus bei „Jugend musiziert“ 2020 mit der Kategorie „Rock Pop Drum set“ weiter, ehe im Wettbewerb 2021 dann die Maschinenpauken zur Geltung kämen.

Kämmerer Simon Vallaster hatte im Gemeinderat von einem „guten Kompromiss“ gesprochen, nachdem zunächst eine Summe von 40 000 Euro für hochpreisige Instrumente im Raum gestanden hatte. Im Gespräch mit der Musikschule war schließlich der Mittelweg zustande gekommen – eine Lösung, mit der die Musikschule leben könne, wie Jörg Scheide auf Anfrage erläutert und sich dankbar für die Investition zeigt.

Als Fluchtweg erhalten

Angenommen wurde der Antrag im Rat mit 14 Ja- bei sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Das Spektrum der Wortmeldungen reichte von „die Strahlkraft der Musikschule erhalten“ (Michael Keckeisen, CDU, auch mit Blick auf den Schlagzeugbereich) bis zu Katja Fleschhuts (BUS) Ansatz, mit diesem Betrag mehr Kinder erreichen zu wollen.

In der von ihr genannten Summe von etwa 60 000 Euro ist der Umbau des Proberaums einberechnet. Hierfür sind im Haushalt, der im Mai verabschiedet werden soll, 41 000 Euro eingestellt. Mit dem Betrag soll das Bad im alten Lehrerhaus (heute als Abstellraum genutzt) in einen Unterrichtsraum umgewandelt werden. Bevor die Arbeiten beginnen können, ist aber noch eine baurechtliche Genehmigung für die Nutzungsänderung erforderlich, teilt auf SZ-Anfrage Elmar Skurka für die Gemeinde mit. „Nach Erteilung der baurechtlichen Genehmigung ist die Umsetzung der baulichen Maßnahme für die zweite Jahreshälfte geplant“, blickt der Bauamtsleiter voraus.

Was dem Platzmangel der Musikschule abhelfen soll, sagt deren Leiter doch: „Wir haben Tage, an denen alle Räume belegt sind.“

Noch in weiterer Hinsicht wäre der neue Raum hilfreich: Musikunterricht findet nämlich derzeit auch in einem Durchgangsraum statt, der eigentlich als Fluchtweg konzipiert ist – eine Ausnahmeregelung, die dank des Umbaus enden soll.

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