Große Herausforderung: neue Mitglieder gewinnen

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 Klaus Dannecker, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und Bürgermeisterin Elisabeth Kugel von links sowie
Klaus Dannecker, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und Bürgermeisterin Elisabeth Kugel von links sowie Kommandant Stefan Amann und Kreisbrandmeister Henning Nöh uvon rechts nehmen die Geehrten in die Mitte: Erhard van Elsacker, Franz Assfalg ( jeweils 50 Jahre), Franz Burkhard (40 Jahre) und Klaus Kolb (25 Jahre, von links). Ebenfalls für 25 Jahre geehrt wurde Holger Amann. (Foto: Tanja Buchholz)
Schwäbische Zeitung
Tanja Buchholz

In seinem Jahresbericht hat Kommandant Stefan Amann in der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Meckenbeuren auf eine Unmenge an Einsätzen, technischen Hilfeleistungen, Lehrgängen, Übungen und vieles mehr zurückgeblickt. Bei der Addition aller geleisteten Stunden der 135 aktiven Mitglieder auf eine beachtliche Anzahl von etwa 11 000.

Die Anzahl der Stunden war im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen: Hauptgrund sind die vermehrten Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, aber auch zusätzliche Einsätze aufgrund von Wetterextremen wie Starkregen. Neben Unfällen und acht Brandeinsätzen blieb vor allem ein Einsatz in Erinnerung: Eine 1,50 Meter breite Ölspur, die sich von Meckenbeuren bis Lochbrücke zog und zu deren Beseitigung 135 Sack Ölbindemittel und viel Einsatz benötigt wurden.

Amann freute sich über eine Frauenquote von neun Prozent in der Wehr und hofft auf weitere Steigerung. Ebenso bedankte er sich bei Bürgermeisterin Elisabeth Kugel und Kämmerer Simon Vallaster für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Sein Dank galt ferner dem Engagement im Spielmannszug, in der Jugendfeuerwehr, der Alterswehr sowie in der Kindergruppe der Jugendfeuerwehr. Dies seien alles Maßnahmen, die dazu dienen, die Feuerwehr bekannter und beliebter zu machen. 2018 gehe es im Investitionsbereich um die Umstellung auf Digitalfunk ebenso wie um die Planung des Anbaus für das Gerätehaus. Die Fortschreibung der Feuerwehrbedarfsplanung sei ebenfalls ein wichtiges Thema.

Bürgermeisterin Elisabeth Kugel griff in ihrer Ansprache diesen Punkt ebenfalls auf und stellte fest, dass es ein gutes Zeichen sei, wenn ein externer Gutachter zu entsprechenden Ergebnissen bei der Fortschreibung der Planung komme wie zuvor die Ehrenamtlichen. Die Planung sei wichtig, um die Feuerwehr mit den zu den Anforderungen passenden Mitteln ausstatten zu können. In Meckenbeuren sei nicht nur eine stetige Verdichtung der Bebauung, sondern auch eine zunehmende Gebäudehöhe festzustellen. Diesen Gegebenheiten müsse man Rechnung tragen.

Stetigem Wandel unterworfen

Kugel bedanke sich bei der Wehr für ihren Einsatz und ermunterte alle Mitglieder, weiter dabei zu bleiben und für neue Aktive zu werben: „Bleiben Sie Ihrem Ehrenamt treu und sehen Sie die Ehrungen als Zeichen unseres Dankes.“ Mit diesen Worten leitete sie über zu den Beförderungen, bevor Kreisbrandmeister Henning Nöh die Ehrungen überreichte. Auch er bekräftigte, dass die Feuerwehr einem stetigen Wandel unterworfen sei, bei dem es gelte, immer am Ball zu bleiben und dafür zu sorgen, dass die Wehr mit allen Mitteln und genug Aktiven ausgestattet sei. In Meckenbeuren sei man seit vielen Jahren gut aufgestellt, dürfe aber nicht nachlassen. „Unsere Hauptaufgabe im Ehrenamt ist es, neue Mitglieder zu bekommen. Dafür müssen wir auf die Menschen zugehen, um auch in einer weiter wachsenden Gemeinde und in Krisenzeiten schlagkräftig zu bleiben“, erklärte Nöh. Ebenso wichtig sei eine Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Region.

Zu den Geehrten sagte Henning Nöh: „Wir freuen uns, wenn ihr der Feuerwehr treu bleibt. Wer das aber 50 Jahre schafft, der muss schon den besonderen Virus haben, um so etwas zu leisten.“ So erhielten Franz Assfalg und Erhard van Elsacker für 50 Jahre das Feuerwehrehrenkreuz in Gold in besonderer Ausführung, Burkhard Franz bekam für 40 Jahre aktiven Dienst das goldene Feuerwehrehrenkreuz sowie Klaus Kolb und Holger Amann ihr 25-jähriges Engagement das silbernen Feuerwehrehrenkreuz. Auszeichnungen gab es auch für langjährige Mitgliedschaft im Spielmannszug: Daniela Dietrich wurde für 20-jährige Zugehörigkeit geehrt.

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