Grünzüge im Spieleland als hoher Wert

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Grünzüge im Spieleland als hoher Wert
Grünzüge im Spieleland als hoher Wert (Foto: spieleland)

Vier Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans hat der Technische Ausschuss in jüngster Sitzung bewilligt, sodass der Antrag des Ravensburger Spielelandes in Liebenau einhellig das Einvernehmen erhielt. Sein Ziel: die Errichtung eines Sandspielplatzes, womit ein Beach-Volleyball-Feld gemeint ist. Zu finden ist es in der „Activity World“, die seit dieser Saison im Norden des Areals westlich der Rafting-Anlage beheimatet ist.

Der Knackpunkt im TA: die Gesamtrechnung, in die die Flächen für Voll- und Teilversiegelung einfließen. Patrick Gohl erläuterte als Leiter Bauordnungsrecht, dass vor den jetzigen Baumaßnahmen noch 1600 Quadratmeter zur Verfügung standen – ein Betrag, der durch die nun erfolgte Versiegelung auf 788 qm schmilzt.

Bei den anderen Befreiungen wurden jene unkritisch gesehen, wonach Anlagen außerhalb des Baufelds unter bestimmten Bedingungen möglich sind. Dass Anlagen im Pflanzstreifen stehen dürfen, dem wollte der TA dann folgen, wenn die Naturschutzbehörde im Landratsamt nichts dagegen hat. Eine Ausnahmeregelung ist offenbar denkbar, wenn der Pflanzstreifen weiterhin als erlebbar angesehen wird oder der Ausgleich dafür an anderer Stelle gewährleistet ist.

„Die Grünzüge sollen erhalten bleiben“, ging die Wortmeldung von Annette Mayer (BUS) in die gleiche Stoßrichtung wie jene von Josef Sauter (CDU). Er erinnerte an das ursprüngliche Konzept, das „viel Grün“ zum Inhalt hatte. „Schade“ nannte er es, wenn die Grünzüge immer wieder unterbrochen würden. Für weitere Planungen rund ums Spieleland regte er an, mit dem Betreiber zu sprechen, „ob nicht eine maßvolle Erweiterung nach Norden möglich ist“, wie sie sich im Flächennutzungsplan dargestellt finde.

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