„Seit an Seit“ so soll’s auch in der Praxis künftig sein: Die Neuen: (von links) Tobias Renner und Gerhard Klein mit Niclas Hölz
„Seit an Seit“ so soll’s auch in der Praxis künftig sein: Die Neuen: (von links) Tobias Renner und Gerhard Klein mit Niclas Hölzle (es fehlt Matthias Gesell) und die scheidenden Vorsitzenden Lothar Kramer und Gerhard Haug. (Foto: helga wiechert)
Helga Wiechert

Schon wieder einmal Wahlen und kein Vorstand in Sicht. So hat es vor ein paar Tagen noch ausgesehen beim TSV Meckenbeuren. Aus der Hauptversammlung am Freitag aber sind alle frohgestimmt nach Hause gegangen. Der neue Vorstand ist gewählt. Die Finanzen stimmen und die Motivation ist groß – oder wie Anette Kramer es formulierte: „Der Spirit stimmt. Lasst uns alle so weiter machen: Sportlich, fair und miteinander.“

Doch zuerst einmal blickte der Vorsitzende Lothar Kramer mit seinen Vorstandskollegen Gerhard Klein und Haug zurück auf 2018. „Die Jugendordnung ist angepasst samt Verhaltenskodex. Niclas Hölzle ist als Vereinsjugendleiter bestätigt. Ein vereinsübergreifendes Präventions- und Schutzkonzept ist erstellt, mit zentralen Ansprechpartnern in der Gemeindeverwaltung. Die Datenschutzverordnung ist umgesetzt, die neue Platz- und Hausordnung erarbeitet. Der ehrenamtliche Einsatz kann nun auch finanziell gewürdigt werden.“ Letzteres Thema zog sich quer durch den Abend, im Wissen, dass „nur über eine ausgewogenere Aufteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern, die Chance besteht, künftig Interessenten für die Vereinsarbeit zu gewinnen“.

Kramers Dank galt all jenen, die sich schon heute so mannigfaltig engagieren und seinen Vorgängern im Vorstand, die „zurückhaltend und zielorientiert investiert haben“, was sich im Kassenbericht widerspiegelt und neue Ziele ermöglicht, wie: Zwei weitere Garagen oder die Sanierung der Hochsprunganlage und des Kinderspielplatzes und, so Kleins Vorausschau, vielleicht die Renovierung des Hauptplatzes. Ganz oben auf dem weiteren Plan steht die Gewinnung ausreichend qualifizierter und zertifizierter Übungsleiter. „Sie sind die Trumpfkarten für ein vielfältiges sportliches Angebot“. Von den 85 Übungsleitern sind heute schon 47 zertifiziert, im „größten Verein“ mit 988 Mitgliedern. Großer Dank galt der Gemeinde für die neue Halle, „in der alle wieder untergekommen sind, bis auf die ballspielenden Mannschaften“.

Auf die Berichte der Abteilungen folgte der Kassenbericht, der dem Verein eine solide Finanzlage bescheinigte. „Müssten wir heute alle Kredite zurückzahlen, wäre das möglich“, war Kramer zurecht stolz und dankte ganz besonders den Abteilungen, denn „ohne sie wäre der TSV tot“. Dass der Vorstand die Finanzen verantwortungsvoll investiert und verwaltet, lobte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Anette Kramer. Sie sprach dem Vorstand und den Abteilungen ihre Hochachtung aus: „Sie sind das tragfähige Fundament für die Zukunft.“

Einstimmigkeit beim TSV

Einstimmig wurden die Vorstandschaft und die Kassenprüfer entlastet und man schritt zur Wahl. Auch hier herrschte Einstimmigkeit beim TSV: Für Katja Staib und Peter Banholzer als Kassenprüfer. Für Gerhard Klein als Vorsitzender, der immer zuverlässig da sei, wenn es hieß, „Gerhard, mach mal“. Für Tobias Renner, der „sich auf die Suche nach Kandidaten machte, nicht fündig wurde und deshalb selbst das Amt übernahm; gerne, aber nicht mit Begeisterung“. Für Matthias Gesell, der schriftlich und in Abwesenheit seine Zustimmung gab.

Zum Schluss sprach Jugendleiter Niclas Hölzle klare Worte in Sachen Ehrenamt und rief alle zum Umdenken auf: „Möchte ich nur nehmen oder auch mal was geben? Mir blutet das Herz, wenn man unter 1000 Mitgliedern gerade so mal jemanden dafür findet.“ Und dem scheidenden Vorstand sagte er Dank: „Es war eine super Arbeit mit Euch Dreien.“

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