Geänderte Planung überzeugt Bauausschuss nicht

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 Mit einem Antrag aus der Humboldtstraße kann sich der Ausschuss auch bei abgeänderter Planung nicht anfreunden.
Mit einem Antrag aus der Humboldtstraße kann sich der Ausschuss auch bei abgeänderter Planung nicht anfreunden. (Foto: Roland Weiss)

Drei Anträgen hat der Technische Ausschuss (TA) am Mittwoch das Einvernehmen versagt. Dabei ging es zum einen um die geänderte Planung für ein Fünf-Familienhaus in der Hauptstraße in Buch. Hinzu kommen sollte es auf ein teilweise bebautes Grundstück zwischen B 30 und Schachenstraße.

Bedenken hegte die Verwaltung, was die Zahl der Geschosse anbelangt. Obwohl das Dachgeschoss eingerückt sei, werde das Gebäude doch als viergeschossig wahrgenommen, so Bauamtsleiter Elmar Skurka. Da es ein solches bislang in der Umgebung nicht gebe, füge sich das Vorhaben nicht ein.

Zudem war die Erschließung ein Thema. Verkehrlich sollte sie über eine aufgeschüttete Rampe möglich sein. Als Knackpunkt aber erwies sich die Entwässerung: Da es in der B 30 keine Kanäle gibt, würden alle Bauten in der zweiten Reihe hin in die Schachenstraße entwässern, hieß es erläuternd von der Verwaltungsbank.

Um dies zu gewährleisten, müsste ein Leitungsrecht eingetragen werden – um den Schmutzwasserkanal eines Nachbarn mitnutzen zu dürfen. Was aber offenbar negativ beschieden wurde, wie Skurka verdeutlichte. Daher seine Ansage: „Wir halten das Gebäude nicht für genehmigungsfähig“ – dieser Einschätzung schloss sich der TA einhellig an.

Nicht zum ersten Mal war der Technische Ausschuss mit einem Antrag aus der Humboldtstraße befasst. Sein Ziel: „Anbau von drei Wohneinheiten an ein bestehendes Gebäude“. Im Mai war er vor allem wegen der Höhenentwicklung abgelehnt worden – dies bei acht zu drei Stimmen. Dieser Punkt durfte als „ausgeräumt“ angesehen worden, wie Elmar Skurka befand: „Das Gebäude wirkt nicht mehr dreigeschossig.“ Dazu trug bei, dass die oberste Nutzungsebene nun auf drei von vier Seiten eingerückt sei.

Reklamiert wurde auch von Skurka, dass zumindest einer der nachgewiesenen Stellplätze nicht angefahren werden könne.

Über die Stellplätze hinaus ging eine Nachbareinwendung, deren Inhalt – wie stets – im Landratsamt zu prüfen ist. Laut Skurka bezieht sie sich darauf, dass sich das Vorhaben nicht einfüge (mit Blick auf die überbaute Fläche), dass es die Parkplatzsituation im Quartier verschärfe und den Gebietscharakter verändere.

Kritik aus Ratsreihen kam von Josef Sauter (CDU, „sehe keine wesentliche Veränderung“), Anita Scheibitz (CDU, „dicker Hund, uns so etwas als geänderte Planung vorzulegen“) und Annette Mayer (BUS, „nur einer von vier bemängelten Punkten geändert“). Bei einer Enthaltung (Bürgermeisterin Elisabeth Kugel) verweigerte der TA das Einvernehmen.

Über den dritten abgelehnten Antrag berichtet die SZ gesondert. Er hatte auf die Errichtung eines Gabionenzauns in der Lenbachstraße abgezielt.

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