Gastronomie wird dreifach ausgezeichnet

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Auch Maus und Käpt`n Blaubär freuen sich über die dreifache Auszeichnung. Von links: Hendrik Fennel (Hotel Maier, Fischbach), S
Auch Maus und Käpt`n Blaubär freuen sich über die dreifache Auszeichnung. Von links: Hendrik Fennel (Hotel Maier, Fischbach), Staatssekretärin Friedlinde Gurr- Hirsch (Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz), Karl- Heinz Horn (Geschäftsführer Ravensburger Spieleland) und Landtagsabgeordneter August Schuler. (Foto: Schwier)
Kerstin Schwier

Gleich dreimal, und damit für alle drei Gastronomieeinheiten, ist das Ravensburger Spieleland mit der Zertifizierung „Schmeck den Süden“-Gastronom vom Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg und der Dehoga Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Das Spieleland in Liebenau ist damit der erste Freizeitpark, der sich mit diesem, in der Gastronomielandschaft begehrten Gütesiegel schmücken darf.

Die Auszeichnung erhalten nur Betriebe, die bei der Zubereitung ihrer Gerichte nachweislich regionale Rohstoffe verwenden. Je nach Menge der regionalen Produkte können auf einer Beurteilungsskala ein bis drei Löwen erreicht werden. Für das Feriendorfrestaurant und das Restaurant Grüne Oase gab es zwei Löwen, das Restaurant am See erhielt einen Löwen.

„Das ist ein ganz besonderes Ereignis. So etwa haben wir noch nie gehabt. Dass gleich drei Restaurant auf einmal ausgezeichnet werden“, freute sich Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Regionale Küche

In einer kleinen Feierstunde in den Räumen des Feriendorfrestaurants überreichte sie die drei Urkunden an Karl-Heinz Horn, Geschäftsführer Ravensburger Spieleland, und betonte gleichzeitig die große, auch identitätsstiftende Bedeutung regionaler Küche. „Jeder, der sich der Schmeck den Süden-Gastronomie anschließt und regional einkauft, trägt dazu bei, dass in Baden-Württemberg eine flächendeckende Landwirtschaft gewährleistet ist“, machte die Staatssekretärin deutlich. Neben dem Landtagsabgeordneten August Schuler (CDU), „Schmeck den Süden“-Gastronom Hendrik Fennel (Hotel Maier, Fischbach), Carina Feigle (MBW Gemeinschaftsmarketing Baden-Württemberg) und Regina Autrich (Dehoga Tourismus Baden- Württemberg) waren mit Jürgen Adelt (Bereichsleiter Grüner Bereich, Stiftung Liebenau) und Christoph Hönig (Hönig-Hof, Mühlingen) auch regionale Erzeuger vertreten. Für Karl-Heinz Horn war es ein langer Abwägungsprozess. Schließlich sei es mit über 1000 Sitzplätzen in den Restaurants eine logistische Herausforderung, „dort überall, die ganze Saison, gleichbleibende Qualität aufrecht zu halten.“

Bisher habe man zwei bis drei Lieferanten gehabt, nun sei alles mit einem größeren Aufwand verbunden, so der Geschäftsführer des Spielelandes. Doch er sei „schon immer Fan von dieser Initiative“ gewesen und dementsprechend motiviert geht er jetzt an die Sache heran. Unterstützt wird er dabei von Berater Fritz Hirsch, der jahrelang die Gastronomie im Heide-Park Soltau geleitet hat.

„Für unsere Gäste, gerade Familien mit kleinen Kinder, ist das Essen und die Herkunft des Essens enorm wichtig. Sie sind auch bereit, dafür etwas mehr auszugeben“, weiß Horn.

Besonders glücklich über die neue Partnerschaft zeigte sich gestern Christoph Hönig, der als Betreiber eines Hühnerhofes bislang Abnehmer für sein Hähnchenfleisch suchte. Auf seinem Hof werden die männlichen Küken nicht, wie sonst üblich, gleich getötet, sondern aufgezogen. „Wir sind stolz und glücklich, diesen Partner gefunden zu haben. Es war schon lange unser Wunsch, jemanden zu finden, der uns bei dieser Frage hilft“, dankte Hönig Karl- Heinz Horn für das Vertrauen. Wie lecker heimische Produkte schmecken, konnten die Gäste der gestrigen Feierstunde bei der anschließenden Verköstigung feststellen.

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