Frischer Wind im Familientreff

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Bettina Kumpfert-Moore leitet in Nachfolge von Angela Müller-Stoiber den Familientreff seit Oktober.
Bettina Kumpfert-Moore leitet in Nachfolge von Angela Müller-Stoiber den Familientreff seit Oktober. (Foto: Helen Belz)
Schwäbische Zeitung
Volontärin

Seit Oktober 2017 ist Bettina Kumpfert-Moore neue Familientreff-Leiterin in Meckenbeuren. Die bisherige Zeit hat sie genutzt, um sich einen Überblick zu schaffen – jetzt kennt sie die Bedürfnisse der Familien und will entsprechend darauf reagieren.

„Längerfristig möchte ich mehr Angebote am Nachmittag etablieren, damit auch Berufstätige die Chance haben, in unseren Familientreff zu kommen“, sagt Kumpfert-Moore. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für sie, dass alle Nationen im Treff zur selben Zeit willkommen sind. „Im Moment gibt es für Familien aus anderen Herkunftsländern noch separate Kurse. Ich möchte aber, dass sie auch zum offenen Familiencafé kommen, so wie alle anderen Familien auch“, sagt sie. Dafür müsse sie aber noch ein Konzept entwickeln, wie das funktionieren könnte.

Familiencafé für Erziehungsfragen

Im Familiencafé am Mittwochvormittag von 9 bis 12 Uhr werden Erziehungsfragen diskutiert und beispielsweise über Themen wie Zahngesundheit oder gesunde Ernährung informiert. Die Kinder werden gleichzeitig von Fachkräften beaufsichtigt. „Im Café bekomme ich immer mit, was den Eltern gerade am Herzen liegt. Und dann entscheide ich, ob es reicht, wenn wir im Café darüber sprechen oder ob ich dazu einen großen Abendvortrag organisiere“, erklärt Kumpfert-Moore. Das Café wird von freien Mitarbeitern geleitet, ebenso wie die Baby-Treffs montags und donnerstags. Die Spielegruppen werden von der Gemeinde betreut, andere Kurse werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern gegeben. Neben der Organisation und Koordination der unterschiedlichen Angebote zählt auch die persönliche Beratung zu den neuen Aufgaben von Bettina Kumpfert-Moore. Dienstag- und mittwochvormittags nimmt sie sich zwei Stunden Zeit, um auf die Probleme und Fragen der Familien einzugehen. „Da kommt es schon mal vor, dass ich meinen Tag umplanen muss, weil die Beratung einfach länger gedauert hat. Aber der direkte Kontakt zu den Familien ist mir unglaublich wichtig“, betont sie. Die Erfahrungen, die sie während früherer Arbeit im Familiencafé und mit ihren eigenen drei Kindern gemacht hat, helfen ihr dabei.

Großes Netzwerk mit Gemeinde

„Die Arbeit ist sehr vielseitig. Wir arbeiten hier in einem großen Netzwerk, das funktioniert sehr gut“, sagt Kumpfert-Moore. Viele Kooperationen wie beispielsweise mit der Caritas führen dazu, dass das Angebot breit gefächert sei. Auch mit der Gemeinde und dem Bodenseekreis arbeite der Treff eng zusammen. „Jeder weiß, was sein Bereich ist, dadurch kommt es nur selten zu Überschneidungen. Ich bin aber immer noch in einem Lernprozess, wer zu welcher Organisation gehört“, sagt sie. Und wenn es doch mal Probleme gebe, stoße sie immer auf offene Ohren.

„Die größte Herausforderung ist das Multitasking. Ich arbeite an so vielen Projekten parallel, da verliert man schnell den Überblick“, sagt Kumpfert-Moore. Derzeit arbeite sie beispielsweise an sechs Ideen gleichzeitig. „Außerdem stelle ich mir noch eine wichtige Frage: Wie bekomme ich in Zukunft möglichst alle Familien in den Treff? Das wird meine große Aufgabe.“

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