Festgottesdienst am Vormittag, Film am Abend

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Eines der Signets des Festjahres.
Eines der Signets des Festjahres. (Foto: pr)
Sarah Rist

Das 500-jährige Jubiläum der Reformation wird am Dienstag, 31. Oktober, um 10 Uhr in der Pauluskirche in Form eines Festgottesdienstes gefeiert. Pfarrer Peter Steinle lädt dazu „Jüngere und Ältere, Katholiken und Protestanten und alle Bürger, die offen sind für neue Impulse und Reform-Ideen“ ein.

Reformation meint ursprünglich die Erneuerung der Kirche durch Martin Luther. Im 16. Jahrhundert hat der mutige Mönch öffentlich seine Meinung kundgetan und damit bisherige Kirchenpraktiken in Frage gestellt. Steinle erweitert den Reformationsbegriff und betont damit die Notwendigkeit des stetigen Wandels und der Erneuerung der Kirche heute: „Reformation fand nicht nur vor 500 Jahren statt, sondern sie muss täglich stattfinden und uns so den Weg in die Zukunft weisen.“

Steinle betont außerdem, dass nicht die Kirchenspaltung, sondern ebendiese Reform-Impulse Luthers gefeiert werden.

Im Gottesdienst wird Reformator Luther höchstpersönlich zu Besuch kommen und die Auswirkungen seines Handelns 500 Jahre später betrachten. Die Predigt von Pfarrer Peter Steinle bildet den Schlusspunkt der vierteiligen Predigtreihe zu den Kernthemen der Reformation; sie wird laut Steinle aber auch ohne Kenntnis der drei anderen Teile verständlich sein.

In Form eines großen ökumenischen Kirchenchors, gestalten der katholische und der evangelische Kirchenchor die Musik dieses besonderen Gottesdienstes gemeinsam. Für Steinle stellt dies ein wunderschönes Zeichen der Verbundenheit dar. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden werden den Gottesdienst mitgestalten und ihre eigenen Vorstellungen von Reformation und Kirche miteinbringen. Trotz der Herbstferien findet ausnahmsweise auch am Reformationsfeiertag parallel zum Gottesdienst die Kinderkirche statt.

Am Abend des Reformationstages lädt die evangelische Kirchengemeinde um 19.30 Uhr zum Kirchenkino in der Pauluskirche ein. Der Titel des Films darf aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vorher genannt werden. Soviel kann aber gesagt werden: Das Thema des Reformationsfestes wird im Film aufgegriffen und in einer Star-Besetzung durch beeindruckende Szenen anschaulich gemacht. Der Film ist ab zwölf Jahren geeignet; der Eintritt ist frei.

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