Ferienprogramm: Spielerisch lernen, sicher im Sattel zu sitzen

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Auf die Plätze, fertig und los geht es in den Geschicklichkeitsparcours.
Auf die Plätze, fertig und los geht es in den Geschicklichkeitsparcours. (Foto: Karin Schütrumpf)
Kerstin Schütrumpf

„Auf die Plätze fertig los“, zählt Dieter Friesewinkel von der Scuderia Humpis den nächsten Starter an. Die junge Dame macht sich hochkonzentriert auf den Weg. Beim Fahrrad-Geschicklichkeitstraining haben fast 40 Sechs- bis Zehnjährige probiert, wie sicher sie schon im Sattel sitzen. Das Team von Scuderia Humpis im ADAC Meckenbeuren hat für die Ferienspiele zwei Parcours mit teilweise kniffeligen Aufgaben für Fahrradfahrer aufgebaut.

Auf dem Schulhof der Grundschule in Kehlen sind besonders die Acht- bis Zehnjährigen mit Feuereifer bei der Sache. Mit dem nötigen Schwung fährt die Starterin gerade über das schmale Spurbrett, schlängelt sich langsam und vorsichtig durch den Slalom und rattert sicher über die Bordsteinattrappen.

„Einfach schnell fahren reicht da nicht. Das Spurbrett lässt sich sicherer mit etwas Schwung befahren. In den engen Kehren des Slaloms muss langsam gefahren werden,“ erklärt Friesewinkel den Kindern. Dann muss ein Ball aufgenommen und einige Meter später in einen Eimer geworfen werden. Dabei hat die Fahrerin nur noch eine Hand am Lenker. Friesewinkel: „Das brauchen wir, wenn wir beim Abbiegen Handzeichen geben müssen.“ Nach einer Runde durch den eng gesteckten Kreisverkehr kommt sofort ein Stoppschild. Hier müssen die Teilnehmer rechtzeitig bremsen. „Wer den Stab, der auf Höhe des Stoppschildes auf zwei Verkehrshütchen liegt, herunterwirft, stände im Straßenverkehr vielleicht schon mitten in einer gefährlichen Kreuzung“, warnt Friesewinkel.

Nach zwei Proberunden zum Üben gibt es zwei Durchgänge, bei denen Fehler gezählt werden und die Stoppuhr mitläuft. Weil viele Teilnehmer der Gruppe vorher fleißig geübt haben, entscheiden Sekundenbruchteile über die Platzierung. Fehlerfrei in der schnellsten Zeit ist bei den acht- bis zehnjährigen Jungen Moritz Zumbach, vor Frederico Folz und Julius Heiligensetzer. Bei den Mädchen dieser Altersgruppe setzt sich Emma Wagner an die Spitze. Zweite wird Lilli Holst vor Nicole Danckert.

Bei den Sechs- bis Siebenjährigen kommen die Damen von der Scuderia Humpis tüchtig ins Schwitzen, denn sie laufen mit jedem Teilnehmer mit und geben Tipps: „Im Sitzen fahren, erst die Füße runter, wenn das Fahrrad steht.“ Die Jüngeren bekommen den Ball am Start in die Hand gedrückt. Scheppernd landet er im Eimer, bevor ein einfacher Slalom gefahren wird, dann geht es in einen großen Kreisverkehr über ein Spurbrett, noch eine Runde in den Kreisverkehr, und dann muss gebremst werden.

In dieser Altersklasse siegen bei den Jungen Leopold Lipp und Nicolas Hornstein. Zweite werden Samuel Vögele und Lucas Niederhofer. Den dritten Platz belegen Jonathan Stoppel und Moses Schobloch. Bei den Mädchen gewinnt Emilia Hornstein vor Emma Berlinger und Luna Spinnenhirn.

„Ob alles fehlerfrei klappt, hängt nicht vom Alter, sondern von der Übung ab“, weiß Friesewinkel. Diese Erfahrung hat das Team von Scuderia Humpis auch schon bei vielen Fahrradturnieren an Schulen gemacht.

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