Eva Beißwenger gibt den Ton an

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Eva Beißwenger leitet künftig sowohl den Meckenbeurer Männerchor Harmonia als auch die „Frauenbande“.
Eva Beißwenger leitet künftig sowohl den Meckenbeurer Männerchor Harmonia als auch die „Frauenbande“. (Foto: Roman Halder)
Roland Weiß

Erstmals wird eine Frau die musikalische Leitung des Meckenbeurer Männerchores übernehmen: Eva Beißwenger ist damit nicht nur bei der Chorgruppe „Frauenbande“ tonangebend, sondern auch bei der Harmonia.

Die Frau aus Bergatreute folgt damit auf Steffen Höschele. Nach einem Dreivierteljahr im Amt hatte es den 31-Jährigen mit seiner Familie in die neuen Bundesländer gezogen, gibt Harmonia-Vorsitzender Anton Zahn Auskunft.

Den Kontakt zu Eva Beißwenger habe noch Anette Zanker erstellt, die das Projekt „Frauenbande“ ins Leben rief, erzählt Anton Zahn. Die junge Berufsmusikerin aus Bergatreute betreut bereits mehrere Chöre und ist für die private „Jes-Akademie“ tätig, die sich auf die ganzheitliche musikalische Ausbildung von Kindern konzentriert.

„Die Kennenlernprobe hat beiden Seiten gut gefallen“, blickt Anton Zahn zurück. Angekündigt hat Eva Beißwenger offenbar, dass sie neben der Pflege des Männerchor-Repertoires, vermehrt in Richtung Rock- und Popmusik agieren will. „Das spräche auch jüngere Sänger an und könnte dem Chor Nachwuchs verschaffen“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Harmonia, die auf ihre wöchentliche Probe (weiter am Donnerstag, 20 bis 21.30 Uhr, in Meckenbeurens Musikschule) hinweist.

Hatte sie 2010/11 den Männerchor Eglofs geleitet, so gibt Eva Beißwenger seit März 2013 beim Liederkranz Reute den Ton an und seit Herbst 2013 beim Männergesangverein Mochenwangen-Wolpertswende.

Wann genau sie das erste Mal die 1921 gegründete Harmonia bei einem öffentlichen Auftritt leitet, muss sich zeigen. Bei der „Missa Katharina“ ist Herbert Weiss beim Gesamtchor federführend. Im Jahreslauf folgen traditionell die Chorsätze zum Volkstrauertag (Sonntag, 16. November).

Und noch ein Ensemble sucht einen Leiter – das Jugendblasorchester. Wie berichtet wird Julius Reger das Orchester auf Jahresende auf eigenen Wunsch nach knapp einem Jahr wieder verlassen. Wie Musikschulleiter Jörg Scheide erläutert, stehen nächste Woche Termine mit Bewerbern an. Bis Ende Oktober könnte dann Klarheit über die Nachfolge herrschen, so Scheides Hoffnung, sodass auf 2015 hin der oder die „Neue“ im Amt ist.

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