Ein Elfmeter rettet Lindenberg (vorerst)

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 Etwas musste der TSV Meckenbeuren auf das Ergebnis aus Weingarten warten, dann durfte der Klassenerhalt gefeiert werden.
Etwas musste der TSV Meckenbeuren auf das Ergebnis aus Weingarten warten, dann durfte der Klassenerhalt gefeiert werden. (Foto: Alexander Hoth)
Maximilian Kroh

In einem absoluten Herzschlag-Finale hat sich der FC Lindenberg den Relegationsplatz in der Fußball-Bezirksliga gesichert. Der FC verlor beim SV Weingarten zwar mit 3:4. Weil aber der SV Baindt seine Partie beim SV Eglofs nur mit 2:1 gewann, verteidigte Lindenberg dank seiner 44 geschossenen Tore den Relegationsplatz. Der SV Baindt erzielte nur 35 Tore und muss den Gang in die Kreisliga antreten. Besonders brisant: Der Treffer zum 3:4 gelang Lindenberg erst in der Schlussminute per Elfmeter.

„Für die Nerven war das brutal“, gab FCL-Trainer Markus Reichart zu. Weil der SV Weingarten vor Spielbeginn seinen Meisterwimpel überreicht bekam, startete die Lindenberg-Partie zehn Minuten später als das Parallelspiel des SV Baindt in Eglofs. Dort ging der SVB kurz vor der Pause durch Yannick Spohn mit 1:0 in Führung. „Wir haben ein bisschen nervös angefangen, waren dann aber die klar bessere Mannschaft“, sagte Baindts Interimstrainer Armin Lauriola. Während es in Eglofs beim 1:0-Pausenstand blieb, ging die Partie in Weingarten kurz vor dem Halbzeitpfiff drunter und drüber. David Stellmacher brachte Weingarten in der 41. Minute in Front, aber Florian Felder glich kurz darauf aus für Lindenberg. Der FCL ging dennoch mit einem Rückstand in die Kabine, denn Martin Bleile erzielte noch das 2:1 für den SVW.

Mit diesem Spielstand hielt Lindenberg zwar den Relegationsplatz, allerdings hauchdünn. Im zweiten Durchgang lief es dann erst gegen den FC, denn Jakub Jelonek und Martin Bleile erhöhten für Weingarten auf 4:1, was den Abstieg für Lindenberg bedeutet hätte. Dann glich Eglofs gegen Baindt zum 1:1 aus (80.) und Dominic Jock traf für Lindenberg zum 2:4. „Danach sind wir ins Risiko gegangen“, erklärte Reichart. Zwar erzielte Jonathan Dischl für Baindt noch das 2:1, doch dabei blieb es in Eglofs. Damit reichte Lindenberg ein 3:4 zum Relegationsplatz. Bis in die Schlussminute wollte dieser Treffer allerdings nicht fallen. Dann bekam Lindenberg aber einen Elfmeter und mit der letzten Aktion des Spiels traf Leonor Karaxha doch noch. „Das war natürlich sehr dreckig“, schmunzelte Reichart.

Ähnlich groß wie in Lindenberg dürfte die Erleichterung beim TSV Meckenbeuren gewesen sein. Bei einem Sieg des FCL wären die Meckenbeurener noch auf den Relegationsplatz abgerutscht, denn sie verloren ihre Partie gegen den SV Kressbronn mit 2:3. So reichte dem TSV Platz zwölf zum Klassenerhalt.

Große Enttäuschung gab es dagegen beim SV Baindt: „Wir haben als Interimstrainer aus fünf Spielen elf Punkte geholt“, sagte Lauriola. „Das ist eine sehr gute Bilanz, aber es hat einfach nicht gereicht. Vielleicht hätten wir ein Spiel mehr gebraucht.“ Neun Tore schoss der SVB in dieser Saison weniger als Lindenberg, deshalb muss Baindt den Gang in die Kreisliga antreten. „Das ist frustrierend, aber es geht weiter“, so der Interimstrainer. „Die Mannschaft ist gut aufgestellt und wird in der Kreisliga wieder angreifen.“

Lindenberg hat dagegen weiter die Chance zum Klassenerhalt. Am 22. Juni trifft der FCL entweder auf die TSG Bad Wurzach, die SpVgg Lindau oder den Türk SV Wangen.

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